Die Silbertool-Chefs Abdelhakim Boulakhrif und Phillipp Silberkuhl (v.l.)
Silberkuhl und Boulakhrif hängen sich ans Telefon, rufen andere Hersteller an. Vergeblich. Erst als Silberkuhl im Gespräch mit seiner Bankberaterin das Problem nebenbei erwähnt, findet er eine Lösung. "Ich kenne da einen Produzenten", sagt die Beraterin. Eine Woche später sind die Gewinderollen da, und die Produktion läuft.
Gerade rechtzeitig zur Hannover Messe im März. "Da ging es richtig los", sagt Silberkuhl. Im Nachgang der Messe kommen Bestellungen für weitere 250 Werkzeuge zum Reparieren von Gewinden. Ladenpreis: 169,90 Euro. Ein größeres Modell zum Neuanfertigen von Gewinden, von dem Silberkuhl bereits vergangenes Jahr eine kleine Serie fertigen ließ, kostet im Baumarkt sogar 399 Euro. Und auch dafür findet er auf der Messe einen Kunden. Ein Händler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kauft 40 Stück.
"Damit liegen wir voll im Plan", sagt Silberkuhl. Seine Rechnung geht so: Wer jetzt 30 Stück ordert, nimmt nächstes Mal 100. "Die Händler müssen das Werkzeug erst einmal ausprobieren." Die zweite 500er-Serie hat er bereits bestellt, auf Vorrat. Und er erweitert die Produktpalette. Gerade ist er dabei, ein Werkzeug zu bauen, mit dem man nicht nur Außengewinde in Stangen, sondern auch in Rohre hineinrollen kann. Und ein Werkzeug für Innengewinde hat er im April patentieren lassen.
"Es läuft bestens", sagt er. So gut, dass es schon die ersten Begehrlichkeiten gibt. "Viele große Händler wollen das Werkzeug nur kaufen, wenn wir es in ihren Firmenfarben herstellen." Kein Problem, meint Silberkuhl. Allerdings nur unter einer Bedingung. "Der Name Silbertool bleibt drauf", sagt er. "Damit klar ist, wo das herkommt."