Bild aus früheren Tagen: Die Gründer Julia Soergel und Sebastian Munz mit Gregor Martynus (v.l.)
"Aber wir wollten jemanden, der auf Dauer ein gleichberechtigter Partner werden kann." Martynus hätte auch Gesellschafteranteile übernehmen sollen. "Wir hätten uns auf Jahre festgelegt", sagt Soergel. "Für diese Konstellation reicht es nicht, dass es gut läuft. Es muss sehr gut laufen."
Gemeinsam startete das Team einen letzten Versuch. Martynus bekam ein eigenes Projekt. "Wir dachten, dass wir ihm vielleicht nicht genug Raum gelassen hatten." Aber das verzögerte die Trennung nur. "Keiner von uns hatte das Gefühl, dass sich dadurch etwas Grundlegendes geändert hatte." Im März entschieden Soergel und Munz: Wir trennen uns.
Auch Soergel und Munz lernten aus dieser Erfahrung. Beim nächsten Mal werden sie darum wohl erst mal nach einem angestellten Mitarbeiter suchen, sagt Soergel. Möglicherweise eine Teilzeitkraft. Und ein gleichberechtigter Partner? "Ich glaube, dass es Leute gibt, die diese Rolle ausfüllen können", sagt Soergel, "aber wir müssen uns vorher genau überlegen, ob es das ist, was wir wollen."