Steigt aus dem operativen Geschäft aus: Michael Keferstein
Ein erster Test mit Captcha-Ads auf der Webseite des sozialen Netzwerks lokalisten.de lief erfolgreich - jetzt sollen nach und nach die herkömmlichen Recaptchas auf der Seite durch die neuartigen Spamschutz-Videos ersetzt werden.
"Für uns ist es ein großer Erfolg, dass wir mit lokalisten.de eines der größten sozialen Netzwerke Deutschlands im Portfolio haben", sagt Jan Philipp Hinrichs. Die
Lokalistenzählen 3,6 Millionen Mitglieder, die in Zukunft von Captcha-Ads gegen Spam und Datenmissbrauch geschützt werden.
Die Win-Win-Win-Situation
Die Spamschutz-Videos werden zum Beispiel eingesetzt, wenn der Nutzer Freunde hinzufügt oder einen Foreneintrag anfertigt - damit sichergestellt ist, dass tatsächlich ein Mensch den Beitrag schreibt und kein Programm Botschaften verbreitet.
"Wir haben eine Win-Win-Win-Situation," sagt Hinrichs zufrieden. Die Webseitenbetreiber haben den Vorteil, dass Captcha-Ads sicherer sind als Recaptchas, deren verzerrte Buchstabenfolgen mittlerweile durch Scan-Programme erkannt werden können.
"Wir stellen dagegen Fragen zu einem Bewegtbild, das ist für die Programme schwerer zu erkennen," erklärt Hinrichs. Außerdem können die Webseitenbetreiber mit dem Spamschutz gleichzeitig auch noch Geld verdienen.
Aus dem Trio wird ein Duo
Die Nutzer haben den Vorteil, dass Captcha-Ads einfacher und schneller zu lösen sind. "Außerdem kann man mit den Videos Geschichten erzählen," sagt Hinrichs. "Die Auflösung kann dem Nutzer also sogar Spaß machen." Und die Werbeindustrie erreicht treffsicher eine Zielgruppe, die die Werbevideos nicht nur einfach betrachten, sondern sich beim Lösen der Frage auch damit beschäftigen.
Alle sind zufrieden - und für Captcha-Ad läuft es gut. So gut, dass Hinrichs in den nächsten Wochen zwei neue Mitarbeiter anstellen kann. "Der Vertrieb ist neben der IT für uns extrem wichtig. Da wollen wir ein starkes Team aufbauen."
Verstärkung ist auch nötig, weil sich Michael Keferstein demnächst aus dem operativen Geschäfts zurückziehen will. Der Ökonom denkt darüber nach, während des Sabbaticals eine Doktorarbeit in Angriff zu nehmen. "Michael Keferstein bleibt aber weiterhin Gesellschafter von Captcha-Ad und wir werden wie immer häufig im Kontakt sein," sagt Hinrichs. Aus dem Captcha-Ad-Trio wird also zunächst einmal ein Duo aus Hinrichs und Thomas Zumtobel.