Abotic lässt derzeit seine ersten Prototypen in Pflegeheimen testen. Gibt es dazu schon Feedback?
Der Gesamteindruck der Testphase ist ein durchwegs positiver. Sowohl Bewohner als auch Angestellte nehmen die
Abotic-Türautomatik als Erleichterung wahr. Viele Rückmeldungen haben unser Konzept bestätigt. So wurde beispielsweise die Tatsache, dass man das Produkt beim normalen Durchschreiten der Tür nicht wahrnimmt, wurde durchwegs als außerordentlich wertvoll wahrgenommen. Ebenso wie die Möglichkeit, das Produkt einfach an einer anderen Tür anbringen zu können.
Diese Tests haben auch einige wichtige Informationen geliefert, welche wir in die weitere Entwicklung einfließen lassen. Meist handelt es sich um kleinere Änderungen in der Software, die mit wenig Aufwand umgesetzt werden können, beispielsweise die Möglichkeit, die Wartezeit vor dem Schließen auf einen längeren Zeitraum ausdehnen zu können. Im Optimalfall können wir solche Features innerhalb einer Woche umsetzen,
Was war der größte Erfolg für Abotic im Juni?
Das war sicher, dass wir erfolgreich die
CE-Prüfung abgewickelt haben. Jetzt wissen wir, dass wir EU-weite Vorschriften zu Produktsicherheit erfüllen. Daneben haben wir das Audit der
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geschafft, die uns mit 650.000 Euro fördert.
Das Audit umfasste die detaillierte Überprüfung von Rechnungen und Zeiterfassungslisten. Der sehr strenge FFG-Verantwortliche zeigte sich durchaus zufrieden vom Projektfortschritt und der professionellen Dokumentation. Das ist ein wichtiger Meilenstein, denn das erfolgreiche Audit ist Voraussetzung dafür, dass die nächste Tranche der Fördersumme ausgezahlt wird.
Nick Manseder mit einem Abotic-Türöffner
Gab es auch Niederlagen?
Neben einigen kleineren Verzögerungen gab es im Wesentlichen keine größeren Niederlagen.
Welche Herausforderungen stehen in Zukunft an?
Größte Herausforderung ist zum einen der reibungslose Überleitung der Türöffner-Produktion von Abotic auf einen externen Hersteller. In naher Zukunft gibt es Verhandlungen mit Produktionspartnern. Außerdem müssen wir ein effizientes Vertriebsnetz aufbauen. Darum werden wir viele Gespräche mit Händlern und möglichen Vertriebspartnern führen, welche unser Gerät gern in ihr Sortiment aufnehmen würden. Für den Aufbau eines effizienten Vertriebsnetzes ist es uns natürlich sehr wichtig, dabei eine gute Auswahl zu treffen. Auch ist uns wichtig, dass unsere Kunden schon bei Verkaufsstart einen optimalen Service erhalten.
Die Antworten gab Abotic-Gründer Nick Manseder