Was hatten die
Silbertool-Gründer für einen Stress in den Tagen vor der Kölner
Eisenwarenmesse. Flyer besorgen, Roll-up-Poster besorgen, den Stand aufbauen. Und - das wichtigste – den neu designten Gewinderoller anfertigen zu lassen. Zeitlich war das ein ganz schöner Balanceakt. Auch, weil die Einzelteile alle von verschiedenen Herstellern kamen: die Gehäuse, die Rollen, die Federn. Umso größer die Erleichterung bei Christian Korth und Philipp Silberkuhl, als einen Tag vor Messebeginn alle Teile da waren. Und umso größer die Frustration, als sie die Teile zusammenbauen wollen und feststellten: Es klemmt.
Die Feder ließ sich nicht einbauen. Stundenlang überlegten sie und feilten sie - im Wortsinne. "Wir wollten es unbedingt zum Laufen kriegen", sagt Korth: "die Stimmung war etwas gereizt."
Wolle kaufe Werkzeug? Für Gründer Christian Korth war die Eisenwarenmesse ein voller Erfolg
Schließlich geben die Gründer auf, gehen mit einem etwas unguten Gefühl die Messe - und werden positiv überrascht." Den Besuchern reichte völlig, dass das vorhandene Werkzeug funktionierte", sagt Korth.
Glück hatten die Gründer auch mit der Platzierung ihres einen Quadratmeter großen Tisches. Der befand sich auf der Fläche vom
Fachverband Werkzeugindustrie zum einen in der Halle mit Werkzeugen aus Europa und Deutschland - "in vielen anderen Hallen gab es nur Produkte aus Asien". Zum anderen war er nah am Hauptgang, sagt Korth: "Das ist wie beim Einzelhandel: die Lage ist unheimlich wichtig."
Trauben von Menschen hätten sich an ihrem Stand gebildet, erzählt er begeistert. Darunter befand sich der Betriebsleiter einer deutschen Abzieher-Produktion, der sofort ein Werkzeug kaufte, um Gewinde auszubessern, die in seiner Produktion nicht sauber genug ausgeformt wurden. Auch ein australischer Händler war interessiert, ein französischer Händler und der Einkäufer eines spanischen Werkzeugproduzenten, der meinte, er könne 10.000 Gewinderoller gebrauchen.
120 Leads, Adressen von potenziellen Geschäftspartnern, konnten die Silbertool-Gründer mit nach Hause bringen, sagt Korth: "Jetzt müssen wir uns erstmal sortieren."