Im Büro der Hanfpark-Gründer ist es einsam geworden. Kaum ein Team-Mitarbeiter, der sich in den vergangenen Tagen hier aufhielt. "Alle sind draußen", sagt Markus Sauerhammer: "Es brummt." Schon morgens um halb neun stünden bis zu 400 Schüler vor dem Eingangspark des Hanfparks. Sauerhammer grinst: "Die muss man erstmal im Zaum halten."
Das gute Wetter hat sich gehalten und der Hanfpark sieht jetzt endlich jeden Tag so aus, wie ihn sich Sauerhammer und seine Mitgründer wünschen: Voll. 1400 Besucher kamen allein am vergangenen Wochenende, 550 am Montag, 700 am Dienstag, 730 am Mittwoch. "Und das werden in dieser Woche noch mehr", ist sich Sauerhammer sicher.
Bis zu 700 Kinder täglich besuchen den Hanfpark
Dadurch verschieben sich Aufgaben. Gerade morgens müssen alle ran. Sauerhammer, seine Mitgründer Thomas Gutmann und Christian Gehret sowieso. Aber auch Gehrets Ehefrau, und Irmengard Kain, die unter anderem die Themenwochen mit entwickelte. Alle helfen, die Schülergruppen zu koordinieren. Schließlich müssen die einige Regeln lernen, bevor es abgeht ins Feld. Die wichtigsten: Keine neuen Wege hineintrampeln, keine Pflanzen mitnehmen und nichts auf die Schilder vom Lernpfad malen oder schreiben.
Für alle anderen Aufgaben reichen bislang die 400-Euro-Kräfte aus, die man vor der Saison eingestellt habe, sagt Thomas Gutmann. "Ein, zwei weitere habe ich auch noch in der Hinterhand, die kann ich sofort aktivieren." Aber bevor neue Leute kommen, müssen die vorhandenen erstmal Flexibilität zeigen.
So werten jetzt mehrere Marketingpraktikanten vor Ort die Fragebögen aus, auf denen die Besucher angeben, woher sie vom Hanfpark erfahren haben. "Und zur Not müssen die auch mal an die Kasse", sagt Gutmann, "man darf das Produkt, das man verkauft, ja nicht nur von Bildern kennen."