Vor allem die letztgenannte Gruppe wollten die Discovergy-Gründer für sich begeistern. Allerdings nicht mit dem, was eigentlich das Hauptgeschäft von Discovergy ausmacht.
Das Hauptgeschäft sind Smart Meter: Digitale Stromzähler, mit denen man exakt den Stromverbrauch von Haushalten berechnen kann. Discovergy produziert die Zähler, bringt sie an und wertet die Ergebnisse aus. Messstellenbetreiber nennt man Unternehmen, die so etwas tun. Damit wagt sich Discovergy in einen neuen Markt. Denn bislang waren Messstellenbetreiber ausschließlich Dienstleister der großen Energieversorger.
Für eine Monatsgebühr von fünf Euro analysiert Discovergy den Verbrauch der Kunden und findet heraus, welcher Stromanbieter der günstigste für sie wäre. Noch böten die Stromanbieter kaum flexible Tarif, die so einen Wechsel lohnenswert machten, gibt Starzacher zu. "Aber das wird sich nach und nach entwickeln." Aber auch die rund 100 Kunden, die Discovergy bislang hat, profitierten auch jetzt schon von den genauen Messungen der Smart Meter. "Viele konnten so die Ursachen für ihren hohen Verbrauch herausfinden. Beispielsweise, weil ein Kabel defekt war."
Aber um all das ging es nicht auf der Messe. Sondern um eine Software. Denn wer wie Discovergy Stromzähler anbringen will, braucht dafür eine Genehmigung des jeweiligen Netzbetreibers. Rund 800 gibt es davon in Deutschland. Sie alle mussten die Discovergy-Gründer anschreiben. Und sie mussten ihnen Daten übermitteln wie die Adresse des Wechselkunden und die Zählernummer.