Oma on Tour: Ralf Esser fand es schwierig Installationstermine mit den Rentnern zu vereinabaren
Doch vor der Datenübermittlung steht die Installation. Und die war aufwendiger als gedacht. "Es ist ja Monate her, dass die Teilnehmer sich zur Verfügung gestellt haben", sagt Esser, "viele hatten die Sache schlicht vergessen. Oft haben sich dann auch die Kinder eingeschaltet: Was wollen sie von Opi?."
Dann sei es schwierig, Termine abzumachen. "Manche glauben, Rentner sitzen den ganzen Tag zuhause und trinken Kaffee." Weit gefehlt. "Wenn wir anriefen hieß es nur: an dem Tag bin ich im Schwimmbad, an dem anderen beim Arzt und am Tag drauf beim Gesangsverein. Bei unseren jüngeren Kunden, ist es wesentlich leichter, Termine auszumachen."
Steht erst einmal der Termin, gibt es oft noch Probleme mit den Daten. "In dieser Generation ist typisch, dass alle Verträge über die Männer laufen. Stirbt der, wird oft nicht umgemeldet", sagt Esser. "Wenn wir dann einen Wechselantrag stellen, antwortet der bisherige Versorger oft: Wir haben überhaupt keinen Vertrag mit Maria Müller - nur mit Anton Müller."