Was war im vergangenen Monat die größte Überraschung für Sie?
Vor allem, dass wir das
Exist-Gründerstipendium erhalten haben. Das war kurz vor Weihnachten wirklich eine schöne Überraschung. Außerdem können wir viel schneller als erwartet in
unsere neuen Büroräume einziehen und haben endlich ein bisschen mehr Platz. Wir hatten gedacht, dass erst ab Mitte nächsten Jahres etwas freiwird.
Was war der größte Erfolg?
Wir hätten nicht erwartet, dass wir schon so
große öffentliche Aufmerksamkeit bekommen - unter anderem waren wir in einem Beitrag vom Bayerischen Rundfunk, das war wirklich super.
Für das Wikando-Team lief es besser als erwartet
War etwas schwieriger als gedacht?
Wir wollen externe Dienstleister einbinden, damit sie uns in Sachen IT unterstützen. Das hat sich als schwieriger herausgestellt als gedacht. Wir dachten, jetzt haben wir das Geld dafür und können etwas investieren. Aber die Unternehmen wollten dann teilweise doch noch mehr - da wir im technischen Bereich selbst einige Expertise haben, können wir ungefähr abschätzen, wie lang es ungefähr dauert, etwas zu entwickeln. Hinzu kam die Weihnachtszeit, da hatten alle Unternehmen schon sehr viel zu tun - da konnte man nicht eben schnell mal etwas einschieben.
Was ist die größte Herausforderung des kommenden Monats?
Was haben Sie diesen Monat investiert?
Der größte Posten sind Gehälter für Praktikanten.
Wenn Sie ein Jahr zurückblicken - hätten Sie gedacht, dass Sie heute dort sind, wo Sie sind?
Vor einem Jahr saßen Peter Kral und ich zu zweit zu Hause an zwei Laptops und hatten einen Plan zur Rettung der Welt. Darauf stand unter anderem, wie viele Mitarbeiter wir brauchen: Einen für die Pressearbeit, zwei Programmierer und einen fürs Design. Jetzt haben wir drei Praktikanten, die als Programmierer arbeiten, zwei fürs Design und einen fürs Marketing. Von daher sind wir schon ganz gut besetzt.
Wir hätten damals nicht gedacht, dass wir jetzt schon so weit sind. Wir haben zu Hause angefangen zu arbeiten und jetzt ziehen wir schon in unser zweites Büro - das hätten wir uns nicht träumen lassen.
Als wir im April in unser erstes Büro gezogen sind hatten wir ein Schulungszentrum gefunden, dass viele Möbel günstig abgegeben hat. Da haben wir gleich acht Tische und Rollcontainer gekauft. Damals fragten viele: "Wofür braucht Ihr das? Ihr seid doch zu zweit." Und jetzt sind schon alle Tische besetzt. Wenn wir so zurückblicken sind wir schon ein bisschen stolz auf das, was wir geschafft haben.
Die Antworten gab: Wikando-Gründerin Mirjam Maier