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  Gründertagebuch FTD-Serie: Originalverpackung - Die Story von Epyxs

Mario T. Cameron will Produktfälschern das Handwerk legen. Mit einer Technologie, die beim Druck auf Verpackungen eine Kennzeichnung hinterlässt, die so unverwechselbar ist wie ein Fingerabdruck.

Merken   Drucken   21.11.2007, 10:41 Schriftgröße: AAA

Gründertagebuch: Gut platziert

21.11.2007 - Epyxs: Mario T. Cameron macht sich über Public Relations schlau und lässt sich beraten. Denn über durch Presse können mögliche Auftraggeber auf seinen Fälschungsschutz aufmerksam werden. von Claus Hornung
Was genau macht eigentlich eine PR-Agentur? Mario T. Cameron ist noch hin- und hergerissen in seiner Antwort auf die Frage. Beim enable2start-Wettbewerb hat er Gutscheine für drei Beratungstage bei der PR-Agentur komm.passion gewonnen.
In einem Vorgespräch unterhielt er sich mit einem Geschäftsentwickler der Agentur. Und kam ins Grübeln: "Die platzieren Themen in der Presse", sagt er. Stolz hatte er von einem Artikel in der FAZ über Fälschungen im Pharmabereich berichtet. Auch so ein Artikel könnte platziert sein, erfuhr Cameron: "Ich dachte: Gute Nachrichten verkaufen sich von allein. Vielleicht bin ich naiv."
Lassen sich Journalisten kaufen? Oder ist es ein notwendiges Auf-Themen-aufmerksam-Machen? Cameron ist unsicher: "Wenn es um Informationsbrokering geht - also: Ich habe Informationen und ihr braucht Informationen -, dann ist das eine coole Sache."
Epyxs: Mario T. Cameron bietet fälschungssichere Verpackungen an   Epyxs: Mario T. Cameron bietet fälschungssichere Verpackungen an
Welche Branchen sind die richtigen?
Was eine weitere Frage nach sich zieht: Wie macht man das? "Sie haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass man sich auf zwei Branchen konzentrieren muss. Sonst werde man nicht ernst genommen.
"Dabei bin ich schon von 20 Branchen auf vier runter. Aber wahrscheinlich stimmt das. Wahrscheinlich lässt sich die Pharma-Industrie nicht von ein paar Artikeln in der FAZ beeindrucken." Für die S2i-Technologie hieße die Zielbranche der PR-Strategie "Advanced Technologies", wozu unter anderem der Mobilfunkbereich zählt.
Nach einigem Nachdenken hat Cameron sich entschieden, er will es ausprobieren. "Ich will sehen, was man in so kurzer Zeit machen kann." Zuvor jedoch müsse Epyxs erst einmal gegründet sein. Noch in dieser Woche treffen er, Slavi Bonev und Bernhard Wirnitzer darum einen Rechtsanwalt und sprechen über die Themen Gesellschaftsformen und Patente.
Plötzlich Standort im "Land der Ideen"
Und noch etwas: Obwohl noch nicht gegründet, ist Epyxs bereits ausgezeichnet. "Ich habe was gewonnen", sagt Cameron plötzlich und lächelt. Beim Wettbewerb"Land der Ideen". Institutionen jeglicher Art können dabei zu einem von 365 Orten im "Land der Ideen"gekürt werden. Epyxs gehört jetzt dazu.
"Dabei sind im Bereich Wissenschaft nur ganz große Firmen wie die Max-Planck-Gesellschaft und das Fraunhofer-Institut angetreten", sagt Cameron, hörbar stolz. "Das ist dafür, dass wir uns getraut haben, das ohne einen Cent zu machen. Und dafür, dass es eine coole Technologie ist."
Geld gibt es dafür nicht. Nur einen Tag: Am 30. Juli ist Camerons Büro "Ort im Land der Ideen". Dann will er eine Pressekonferenz abhalten. Das ist Teil des Wettbewerbs. "Wir könnten vormittags unsere Technologie vorführen. Und nachmittags eine Art Gala machen", sagt Cameron, "ich möchte den Tag nutzen." PR kann man schließlich immer gebrauchen.
  • FTD.de, 21.11.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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