Ach so, *jetzt* verstehe ich das: Der Plan war also schon immer, dass es allyve nur mit Partnern wie SVZ schaffen kann. Klar. Natürlich.
So ein Unsinn. Das war natürlich nicht der Plan von Anfang an, sondern ist nur jetzt die letzte Hoffnung. Denn wenn es SVZ nicht wuppt, dann ist völlig klar, dass allyve ein Rohrkrepierer bleibt.
Dass allyve nur vom Prinzip Hoffnung lebt, erkennt man auch daran, dass die andauernd von dem "großen Computerhersteller" quasseln, der allyve "vorinstalliert" hat.
Aha. Was soll das denn heißen? Es wird ja gerade so getan, als ob die wichtigste Hürde damit en passant genommen wird, aber: Was auch immer "vorinstalliert" heißen soll - der User wird sich trotzdem *anmelden* müssen. Und dazu muss er verstehen, wozu.
Apropos "verstehen": Weil allyve sein Modell alle Nas' lang ändert, schreibt jetzt sogar schon die FTD in der letzten Quartalsreportage, dass "das Geschäftsmodell auch nicht ganz unkompliziert" sei.
Ist doch aber völlig egal, denn bei SVZ tummeln sich ja glücklicherweise nur Intelligenzbestien, die nichts besseres zu tun haben, als zu kapieren, wozu allyve eigentlich gut sein soll. Hier mal ein kleiner Tipp: Am besten, allyve integriert auch SVZ als Widget. Dann kann man sich über allyve in SVZ einloggen, wo man dann wieder bei allyve Mitglied werden kann ...
Gerne hätte ich noch was über die Quartalszahlen geschrieben, aber die sind online nicht zu finden (der Link verweist nur auf die alten Zahlen). Deshalb wage ich mal einen Schuss ins Blaue: Wenn es nicht irgendwelche "Sondereinnahmen" gibt, dann werde die Umsätze keinen Deut höher als im Vorquartal liegen.
Ist aber egal, Hauptsache die GFs sehen sich im Plan, ach - was red' ich denn - die glauben ja sogar, "überzuerfüllen".
Und die Investoren werden ausgenommen wie Weihnachtsgänse. Ein sechsstelliger Betrag für Technik? Wie bitte? Warum das denn? Selbst der billigste Managed Server bei 1&1 hätte bei den paar Besuchern 95 Prozent Langeweile. Und selbst wenn die Koop mit SVZ den Traffic verzehnfachen würde (was *nicht* nachhaltig passieren wird), wäre der Server noch nicht ansatzweise ausgelastet.
Fazit: Die Geschichte von allyve dient in so vielen Bereiche und an so vielen Stellen als Beispiel für katastrophales Management und Schönfärberei, dass ich mich abschließend sogar an den Gedanken gewöhnen könnte, dass es auch Gutes hat, dass allyve von der FTD ausgewählt wurde, und wenn es auch nur die Erkenntnis ist. dass nicht jede auf den ersten Blick gute Idee auch ein gutes Geschäftsmodell im Kreuz hat.
Mit diesen Zeilen beende ich die Kommentierung zu allyve und kehre in einem Jahr wieder, um den Nachruf zu schreiben.
Bis dahin: Ein schönes Fest, ein erfolgreiches 2010 und nicht vergessen: Denken schadet nicht.