Einen Tag später, und es wäre nichts geworden, mit dem Bier. Besser gesagt, mit den 100.000 Flaschen Bier. So viele Flaschen der Marke "Cannabis Club" aus der
Klosterbrauerei Weißenohe sollten Aufkleber mit
Hanfpark-Werbung auf der Rückseite erhalten.
Aber kurz vor Schluss passten die Dateiformate von Brauerei und dem, was der Grafiker des Hanfpark-Teams entworfen hatte, nicht zusammen. Die eiligst überarbeitete Version schickte er einen Tag vor Druckschluss an die Brauerei.
Öl, Schokolade, Seife: Aus Hanf lassen sich unzählig viele Produkte herstellen
Das Hanfbier wird europaweit vertrieben. Hätte die zweite Datei auch nicht funktioniert, wäre dies eine große Marketingchance weniger für das Gründerteam gewesen. Allerdings auch für die Brauerei, sagt Sauerhammer: "Wir profitieren beide von einander." Auf den Bierflaschen wird für den Park geworben, der ist wiederum ein neuer Absatzort für das Bier. Geld fließt nicht zwischen Gründern und Bierbrauern. Nur, wer die Kosten für die Erstellung der Druckdatei übernimmt, muss noch geklärt werden.
Nur Kooperationen, die beiden Partnern helfen
Die Brauerei ist nur einer von vielen Kooperationspartnern. Von einem Partner beziehen die Gründer Hanfnahrungsmittel, die im Freizeitpark verkauft werden sollen, von einem weiteren Hanfgetränke, von einem dritten Hanftextilien.
Ein Unternehmen, das Dämmstoffe aus Hanf herstellt, wird nach Schließen des Parks den abgeernteten Hanf weiterverbreiten. Ein GPS-Dienstleister stellt den Gründern die Technik zur Verfügung, um das Labyrinth präzise in das Feld schneiden zu können. Und für die
"grünen Klassenzimmer", in denen Schüler etwas über Umwelt lernen sollen, wollen Sauerhammer und seine Mitgründer mit Schulen zusammenarbeiten.
"Oft ist ja so, dass Firmen kooperieren, die sich gegenseitig nicht wirklich helfen können. Wir suchen Partner, denen wir etwas bieten können, die müssen uns aber auch etwas bieten müssen", sagt Sauerhammer. Genaue Vertragsdetails werden er und seine Mitgründer allerdings erst in den kommenden Wochen klären. Noch sei ja auch Zeit, meint Sauerhammer. Nur die Etiketten hätten etwas mehr Vorlaufzeit benötigt. Aber am Ende hat es auch da gereicht. Nach einem Tag gab die Brauerei grünes Licht: "Ihr seid drauf."