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  FTD-Serie: Die Finalisten

Eine Jobbörse mit einer neuen Zielgruppe, ein etwas anderer Freizeitpark, eine völlig neue Werbeform. Zwölf Gründungsteams haben es mit diesen und anderen Geschäftsideen ins Finale der zweiten Runde der FTD-Gründerinitiative enable2start geschafft. Ab 13. Oktober präsentiert FTD.de täglich einen der Finalisten.

Merken   Drucken   13.10.2008, 08:00 Schriftgröße: AAA

Gründerwettbewerb enable2start: Finalist 2008: Yocardo

33 Spielkarten mit dem eigenen Design - Ole Boyken und Thorsten Kucklick machen das möglich. Die Mindestbestellmenge: Ein Spiel. Und wer ein Design entwirft, das noch andere begeistert, verdient sogar mit. von Claus Hornung
Ein Skatspiel mit den Fotos von den Kegelbrüdern. Ein Pokerspiel im eigenen Design. Ein Quartett, in dem sich alle Fragen nur um den eigenen Stadtteil drehen.
Das bieten Ole Boyken und Thorsten Kucklick ihren Kunden. Online, versteht sich. Es ist nicht die erste Idee der beiden Hamburger. Auch nicht die erste, die sich um Spielkarten dreht. Vor drei Jahren entwarfen sie aus einer Schnapsidee heraus ein Hamburger Kneipenquartett. Weitere Spiele folgten. Und die Gründung des Unternehmens Kultquartett.
Dort meldeten sich viele Kunden, die gute Ideen für ein Spiel hatten. Aber oft lautete die Antwort von Boyken und Kucklick auf deren Vorschläge: "Schöne Idee. Aber das lohnt sich nicht in Großauflage." Und kleine Auflagen waren zu teuer.
Und das ist der Unterschied zum neu gegründeten, Unternehmen, das noch immer unter dem Namen meinkartenspiel.de zu finden ist, seit neustem aber Yocardo heißt. Denn inzwischen drucken Boyken und Kucklick nicht mehr im Offset-Verfahren, sondern digital.
Weil das deutlich billiger ist, lohnt jetzt schon der Druck eines einzelnen Spiels. Ab 14,99 Euro aufwärts können sich User mit eigenen Fotos, Bildern und Kriterien Kartenspiele designen und bedrucken lassen.
Wer eine Idee anbietet, die auch andere begeistern könnte, kann die Plattform auch als Marktplatz nutzen. Verkauft sich das Design, kassiert der Autor pro Spiel 20 Prozent vom Verkaufspreis. Bald wollen die Jungunternehmer auch weitere Spiele anbieten. Memory, Puzzles oder auch Brettspiele.
  • FTD.de, 13.10.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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