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Merken   Drucken   18.01.2011, 15:35 Schriftgröße: AAA

Wasser marsch - Die Story von Smart Hydro Power

Viel Wasser, aber keine dezentrale Energieversorgung - für solche Regionen baut Smart Hydro Power Mini-Wasserkraftwerke, die auch Laien bedienen können. von Claus Hornung
Die Idee zu seinem Start-up hatte Karl Reinhard Kolmsee, als er vor wenigen Jahren in Peru unterwegs war. Denn dort erlebte er, dass die einheimische Bevölkerung enorme Probleme mit der Energieversorgung hatte. Dass, während gleichzeitig ein gewaltiges Energiepotenzial direkt vor ihrer Haustür lag: Der Amazonas.
Eine typische Situation für Schwellenländer. Oft kann dort das Energiepotenzial von Wasser nicht genutzt werden, weil das Geld fehlt, um das Wasser aufzustauen. Oder an technischen Möglichkeit, die Energie in einer Region zu verteilen. Der Standard, mit dem in solchen Gegenden Strom erzeugt wird, ist ein darum ein Gerät, das gleichermaßen ressourcenverschwendend wie teuer ist: der Dieselmotor.
Kolmsees Start-up Smart Hydro Power will dort Abhilfe schaffen. Mit einem Wasserkraftwerk für den Hausgebrauch. Smart Hydro Power ist ein knapp 200 Kilogramm schweres Gerät, das einem Propeller ähnelt und in nahezu jedem Fluss eingesetzt werden kann. Ohne Getriebe und so konstruiert, dass auch technische Laien es in Betrieb nehmen können. Im Frühjahr 2011 soll das erste Gerät in Bayern getestet werden. Im Sommer wird der erste Langzeitbetrieb starten: am Amazonas.
Daten und Fakten
Der Günder
Karl Kolmsee ist gelernter Landwirt und studierte Agrarwissenschaften und Philosophie. Er arbeitete im Vertrieb eines Stromversorgers und als Geschäftsführer eines Bus- und Bahnbetreibers. 2008 machte er sich als Biogas­anlagenbauer selbstständig. Bei einer Geschäftsreise in Peru kam er auf die Idee, dass für einige Gegenden Mini-Wasserkraftwerke sinnvoller sind als Biogasanlagen.
Firmensitz:
Feldafing bei München
Geld und Personal:
Das bayerische Wirtschaftsministerium und der High-Tech Gründerfonds finanzieren das Startup mit ins­gesamt 880 000 Euro. Kolmsee beschäftigt bereits vier Mitarbeiter.
Nächste Schritte:
Im April startet ein Testlauf mit einem ersten Prototyp in Bayern, Ende ­Juni ein weiterer in einem Zuläufer des Amazonas in Peru. Im September soll die Produk­tion von 30 marktreifen Geräten starten.
Jurymeinung
Ein Produkt, das gleichzeitig Geld spart und der Umwelt hilft, wird sich weltweit durchsetzen.
  • FTD.de, 18.01.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 23.04.2012 18:29:42 Uhr   Dr.Walter Rosenkranz: Flexible Wasserkraftwerke

    Ich gratuliere für die Verwirklichung dieser Idee, die ich selber vor einigen Jahren einmal hatte.
    In einem asiatischen Land sah ich vor 10 Jahren genau diesen Bedarf für die am Ende der Welt lebenden Menschen
    Ich wollte damals schwimmende Kleinkraftwerke entwickeln, die man an Seilen in die Strömung hängt. Leider ist meine Zeit als Arzt begrenzt und so ist es unterblieben diese Idee umzusetzen. Ich freue mich um so mehr, dass es Ihnen offenbar gelungen ist diese Idee zu verwirklichen und würde Ihnen gerne einige Angegungen geben, was meiner Meinung nach in einigen Ländern des Himlajas gebraucht wird. Ich denka da an tragbare kleine Einheiten zwischen 5 und 20 KW . Sie sollten schwimmen, um sich dem stark schwankenden Wasserstand in z.Teil reißenden Strömungen anzupassen und dadurch nicht durch mitgerissenes Geröll (Steine) zerstört werden (schwimmendes Geröll wie Bäume sind dort kein Problem). Falls sie Interesse an dem Thema haben, dürfen Sie mich gerne anrufen. 0551- 79 00 90 MfG Dr.Walter Rosenkranz

  • 23.07.2011 01:12:23 Uhr   José jerves: josé j
  • 21.06.2011 09:47:21 Uhr   Mark: wenn es dafür
  • 14.04.2011 03:14:40 Uhr   Mexico: Lizensfertigung
  • 13.04.2011 12:07:22 Uhr   Christina DiSano: @Juergen H.G. Trebing
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