Unter den Uni-Absolventen sind Frauen noch in der Mehrzahl, in Führungspositionen sind sie eine Minderheit
Die unterschiedliche Schwerpunktsetzung von Männern und Frauen in Beruf und Karriere wird im Personalmanagement von Unternehmen bisher aber unterschätzt. Viele Betriebe haben Nachholbedarf beim gezielten Coaching und der Förderung von Frauen. Wie die Untersuchung zeigt, müssen auch deutsche Unternehmen die Persönlichkeitsmerkmale von Frauen stärker berücksichtigen.
Keine automatische Anerkennung für Frauen
Klar ist, dass Frauen nicht auf Beförderungen verzichten wollen. Sie verfolgen die nächsten Karriereschritte nur nicht mit der gleichen Intensität wie Männer, zeigt die Studie laut PDI. Unternehmensberater beobachten, dass Frauen häufig glauben, wenn sie wertvolle Arbeit leisten und sich weiterbilden, werden sie automatisch akzeptiert, geschätzt und auch befördert. Doch die Erfahrung zeigt, einen solchen Automatismus gibt es nicht.
Für Personalmanager und Führungskräfte heißt das: "Die Persönlichkeitsunterschiede von Frauen und Männern zu kennen und quantifizieren zu können, ist notwendig, wenn man die Fähigkeiten und Ambitionen der Mitarbeiter richtig einschätzen möchte", sagt Mathias Kesting, Geschäftsführer von PDI Deutschland.
Ganz oben Frauen weiter Rarität
Im Top-Management von Großkonzernen in Deutschland sind Frauen noch immer eine Seltenheit. Und dies, obwohl die Politik karrierewilligen Frauen inzwischen Brücken zurück in den Beruf und für den Job-Aufstieg baut. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fand in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in den Top-Positionen zuletzt nur etwa vier Prozent Frauen.