Die HHL verbindet Methoden aus den USA und Europa
Das Nebeneinander verläuft perfekt: Auf dem Campus der Leipziger Universität steht auch Deutschlands älteste private Business-Hochschule. 1992 hat die Handelshochschule Leipzig (HHL) ein Gebäude bezogen, das von außen ein wenig an ein Schloss erinnert, von innen jedoch an eine Schule.
Studenten aus aller Welt kommen an die HHL, um dort ihren Betriebswirtschafts- oder MBA-Abschluss zu machen. Gleich nebenan studieren Sport- und Wirtschaftswissenschaftler an der staatlichen Universität.
„Wir leben hier Internationalität“, sagt Maziar Arsalan, Leiter Marketing und Public Relations der HHL. Mehr als die Hälfte der Studenten des MBA-Studiengangs kommen aus Ländern in Asien, Afrika und Südamerika.
Blick über den Tellerrand
15 Monate lang lernen sie betriebswirtschaftliche Grundlagen – mit dem Schwerpunkt Internationales Management. Den Blick über den Tellerrand zu vermitteln ist ein Ziel der Schule.
„Wir kombinieren europäische und amerikanische Lehrmethoden zu einer neuen Form“, sagt Arsalan. Es ergebe keinen Sinn, das amerikanische Modell einfach zu übertragen. Den praxis- und entscheidungsorientierten MBA-Ansatz aus den USA verbindet die HHL mit theoretischer Reflexion.
Im Kurs „Leadership“ erzählen Gastdozenten wie Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf oder Jörg Menno Harms, der ehemalige Deutschlandchef von HP, aus ihrer Berufspraxis und erklären, wie sie ihre Aufgaben bewältigt haben. Die Professoren der HHL arbeiten die Themen anschließend mit den Studenten auf. „Diese Kombination zeichnet unseren Unterricht aus“, sagt Arsalan.
Auch scheinbar wirtschaftsfremde Themen wie Ethik und Philosophie stehen auf dem Lehrplan. Die Studenten sollen lernen, bei ihren Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen. „Darauf legen Unternehmen bei ihren künftigen Führungskräften großen Wert“, erklärt Arsalan.