Kooperiert mit der Mannheim Business School: die französische Schule ESSEC
Ohne Unterstützung will sich die Mannheim Business School dem internationalen Konkurrenzkampf unter den Managerschulen nicht mehr aussetzen. Bereits im Oktober 2003 vereinbarte das Institut deshalb mit der französischen Ecole Supérieure des Sciences Economiques et Commerciales (Essec) eine umfangreiche Kooperation in Lehre und Forschung, um gemeinsam in die internationale Spitzengruppe der Business-Schulen aufzurücken. Die französische Regierung hat dem deutsch-französischen Projekt eine jährliche Unterstützung von 1 Mio.Euro versprochen, vorausgesetzt, die deutsche Seite stellt dieselbe Summe bereit. Bisher fehlt diese Zusage jedoch.
"Wer in die internationale Topliga will, braucht Größe", sagt Philippe Naert, Dekan der niederländischen Tias Business School. Da Topschulen wie die französische Insead in Fontainebleau immer größer werden, sei es für die anderen natürlich immer schwieriger, aufzurücken. Sie hätten daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie haben einen großzügigen Sponsor, oder sie fusionieren mit einer anderen Schule. Nur so könnten sie ein breites Angebot von Vollzeit- und Teilzeitprogrammen und hochwertigen Weiterbildungskursen bieten. "Eine Business-School muss heute viel größer sein als noch vor fünf Jahren", sagt Naert, der vor kurzem die niederländische Schule Nimbas übernommen hat. Nun will der Belgier die beiden MBA-Vollzeitstudiengänge verschmelzen. Aus den beiden internationalen Executive-MBA-Programmen soll langfristig eines werden, und die drei Teilzeit-MBA-Programme in Tilburg, Utrecht und Bonn sollen mehr Teilnehmer anziehen.
Verschmelzung von Tias und Nimbas
"Damit bieten wir mehr Möglichkeiten und haben eine bessere internationale Präsenz", sagt der Tias-Chef, der sich davon auch in Deutschland mehr Geschäft erhofft. Dabei setzt er vor allem auf Manager, die sich weiterbilden wollen. Der deutsche Markt sei zwar schwierig, aber die staatlichen Universitäten seien keine ernsthafte Konkurrenz. "So, wie die organisiert sind, kann man keine starke Business-School aufbauen", sagt Naert. Dazu brauche man mehr Autonomie.