Finanzprofis: auch in der Freizeit erreichbar
Fast jeder Vierte greift inzwischen auf das mobile Büro zurück, wenn beim Arbeitgeber Projekte oder Veränderungen anstehen, er aber nicht am Arbeitsplatz sitzt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half unter Finanzprofis in Europa, den USA und der Asien-Pazifik-Region.
Wochenende nicht mehr arbeitsfrei
Auch das Wochenende ist nicht mehr unantastbar: Immerhin sieben Prozent der befragten Manager in Deutschland arbeiten jedes Wochenende ein paar Stunden zusätzlich. Jeder Vierte hierzulande engagiert sich zumindest jedes zweite Wochenende für den Job.
Im internationalen Vergleich sind die Deutschen damit noch relativ faul: Im Schnitt opfern in den großen Industrienationen fast doppelt so viele Finanzmanager jedes Wochenende einen Teil ihrer Freizeit. Am fleißigsten sind die Mitarbeiter in Hongkong (29 Prozent) und Japan (22 Prozent). Ganz anders in Spanien, wo nur fünf Prozent der Führungskräfte in der Finanzbranche ihre freien Stunden dem Beruf widmen. Zwei Drittel der Spanier arbeitet nie am Wochenende. In Hongkong traut sich das nur eine kleine Minderheit von fünf Prozent.
Steigende Arbeitszeit
Insgesamt beträgt die Wochenarbeitszeit deutscher Finanzprofis derzeit 42,2 Stunden. Rund 64 Prozent der Befragten gaben an, inzwischen länger arbeiten zu müssen als noch vor zwei Jahren. Jeder Dritte verbringt nun fünf bis zehn Stunden mehr im Büro als früher. Deutlich länger arbeiten allerdings die Kollegen in Luxemburg und Japan - mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 47 Stunden.