Katalysator für aktive Mitarbeiter
Die befragten Personalexperten sehen als Trend für die nächsten Jahre aber ebenso, dass jeder einzelne Mitarbeiter deutlich stärker als bisher in der Verantwortung steht, seine Entwicklung voran zu treiben. In den Personalabteilungen wird vermutet, dass es immer wichtiger wird, dass Mitarbeiter sich nicht nur auf die Förderung durch die Firmenspitze verlassen, sondern ihre Entwicklung selbst stärker steuern. Die Personalentwicklungs-Experten sehen sich dagegen eher als Katalysator.
Notwendig dafür ist natürlich: deutlich mehr Networking und Kontaktpflege. Auch hier erwarten die Befragten eine massive Zunahme an Zeit und Aufwand. Insgesamt rechnen die HR-Abteilungen künftig mit mehr Einzeltrainings und Coachings, mit einer Zunahme bei On-the-Job-Qualifizierung und unternehmensspezifischen Inhouse-Seminaren sowie bei individuellen Workshops. Im Blick bleiben weiter längerfristige Qualifizierungsprogramme.
Erwartung: Kein Rückgang bei Personalentwicklung und Weiterbildung
Kaum erwähnenswert scheint dabei, dass sich die Personaler angesichts wachsender Aufgabenfülle und der nicht adäquaten Aufstockung der Abteilungen mit einer deutlich höheren Arbeitsbelastung konfrontiert sehen. Dennoch sind die Teilnehmer der Studie für die Zukunft positiv gestimmt. 75 Prozent gehen davon aus, dass die Ressourcen für Personalentwicklung und Weiterbildung in ihren Unternehmen gleichbleiben oder steigen werden.
Für die nichtrepräsentative Studie "Zukünftige Anforderungen an die Personalentwicklung" befragte der Absolvent der Audi Akademie Ingolstadt Marcus Schulte 107 Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen.