Auffällig ist: Die tatsächlichen Auswanderer kommen der Experteer-Studie zufolge primär aus der Old Economy. So scheinen die Spitzenkräfte aus der deutschen Automobilindustrie - neben ihren Produkten - ein echter Exportschlager zu sein. Im Europavergleich entstammen 36 Prozent der auswandernden Führungskräfte der Branche. Aber auch Spitzenkräfte aus der Elektroindustrie und dem Maschinenbau sind gefragt.
Im Europavergleich am flexibelsten scheinen jedoch Berater zu sein (14 Prozent), auch Banker und Finanzfachleute und IT-Spezialisten (je zehn Prozent) trauen sich häufig ins Ausland. Am auswanderungswilligsten ist allgemein das mittlere Management - Projektleiter, Abteilungs- und Bereichsleiter. Auf dem Top-Level der Unternehmen geht nur jeder 20. Manager in ein anderes Land.
Gemeinsam mit Kollegen aus dem Ausland
Dennoch: Die Überzeugung, dass die Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Nationalität die Karriere fördert, ist groß, zeigt der "Global Workforce Index" des Personaldienstleisters Kelly Services. Die Mehrheit hält die Erfahrungen, die sich in einem internationalen Team sammeln lassen, für einen entscheidenden Karrierefaktor. Und rund 86 Prozent sind zudem sicher, die nötigen Fähigkeiten für internationales Arbeiten zu besitzen.