Mit Mogeleien im Bewerbungsschreiben kann man sich viel verscherzen
Ganz besonders bei Glanzleistungen in Fremdsprachen oder auffällig umfangreichen und ausgefeilten Software-Kenntnissen werden die Führungskräfte skeptisch. Auch die Gründe für einen Jobwechsel hinterfragen sie besonders genau. Und gerade hier sollten Jobkandidaten den wahren Wechselgrund nicht verschleiern, so die Studie. Ein positiver Eindruck geht sonst schnell flöten.
Ebenso im Fokus: die Managementfähigkeiten der Bewerber. Allein 39 Prozent der deutschen Personaler gehen von vornherein davon aus, dass ein Bewerber im alten Job viel weniger Verantwortung inne hatte, als er behauptet. Auch darüber, was genau ein Jobkandidat in früheren Unternehmen getan hat, lassen sich die Verantwortlichen nicht täuschen. Gerade mal ein Drittel der deutschen Führungskräfte glaubt das, was der Bewerber in Sachen Arbeitsaufgaben auftischt. In vielen Fällen dürften allzu märchenhafte Jobbeschreibungen die Verantwortlichen veranlassen, zum Telefonhörer zu greifen und nachzufragen. Notfalls auch im eigentlichen Bewerbungsgespräch.
Zunächst im Fokus: Berufliche Qualifikation
Am wichtigsten ist den Personalverantwortlichen aber zunächst die berufliche Qualifikation. Dorthin fällt der Studie zufolge der erste Blick der Mitarbeiter-Suchenden. Großes Augenmerk legen HR-Manager auch auf Fachwissen und die Berufserfahrung. Nur auf die Angaben des Bewerbers allein, so die Erfahrung der HR-Manager, kann sich das Unternehmen nicht immer verlassen. Deshalb wird zunehmend nachgeprüft. "Eine sehr gute Möglichkeit, die Glaubwürdigkeit des Bewerbers zu evaluieren, sind Referenzen. Personalverantwortliche sollten diese im Vorfeld erfragen oder während des Bewerbungsgespräches darum bitten. Hat der Kandidat nichts zu verbergen, stimmt er dem zu", sagt Sven Hennige, Managing Director Europe von Robert Half International.