Studierende müssen über ihren Abschluss entscheiden: Master oder Bachelor
Auch wenn im Bologna-Prozess unter anderem vorgesehen war, durch Bachelor-Abschlüsse die Studienzeiten zu verkürzen - die jungen Leute lassen sich nicht beeindrucken. Sie entpuppen sich als bildungshungrig und wenig zufrieden mit dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. 73 Prozent wollen unbedingt ihren Master machen. Nur 14 Prozent planen, nach dem dreijährigen Bachelor-Studium direkt ins Berufsleben zu starten - späteres weiterführendes Studium allerdings nicht ausgeschlossen.
Bitte nicht noch länger!
Immerhin 42 Prozent der Teilnehmer schätzen ein, dass der Bachelor (noch) nicht genügend auf den Arbeitsalltag und die Aufgaben im Beruf vorbereitet. Sie sehen sich mit einem Master daher besser gewappnet. Sie sind motiviert, gegebenenfalls bis zur Promotion zu gehen.
Die Studenten halten eine Verlängerung der sechssemestrigen Bachelor-Programme eher für keine gute Idee, um den Erstabschluss aufzuwerten. Nur jeder Dritte sieht darin eine gute Möglichkeit. Mit den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und dem vermittelten Wissen zum Projektmanagement zeigen sie sich inzwischen meistenteils zufrieden. Defizite sehen die Studierenden jedoch weiterhin beim Praxisbezug des Bachelor-Studiums. Drei Prozent sind auch nach Nachbesserungen im 13 Jahre währenden Bologna-Prozess weiterhin unzufrieden mit dem Studium.