Auf dem Campus der Warwick Business School
Die britische Warwick Business School stellt erneut den Klimawandel in den Fokus. Eine Studentin ermittelte in einer Studie, was Hochwasser, Stürme, Kälteeinbrüche, Hitzewellen oder ähnliche Wetterkapriolen die Kommunen kosten. Denn: Für viele Städte und Gemeinden werden Unwetter ein immer wichtigerer Kostenfaktor in der Budget- und Ressourcenplanung.
Für das zwölfwöchige Projekt wurden anhand des Beispiels der Grafschaft Warwickshire im Südwesten Englands die Auswirkungen extremer Wetterverhältnisse auf Budget und Arbeitskräfte von Kommunen analysiert. Hintergrund: Innerhalb der letzten fünf Jahre war die Region dreißig Mal von Stürmen, Hitzewellen und Überflutungen betroffen. Besonders zerstörerisch war dabei die Hochwasserkatastrophe vom Sommer 2007 - sie verursachte allein Kosten für die Kommune von über 90 Mio. Pfund. Einbezogen wurden Schäden an Straßen, Brücken oder öffentlichen Gebäuden und die Kosten für die Arbeitskräfte, die mit der Reparatur beauftragt wurden. Außerdem kamen Kosten für die Schließung eines Pflegeheims, für Transport und Unterbringung der Bewohner dazu, ebenso erhöhte Personalkosten für die Aufnahme von Notrufen.
Kein einmaliger Klima-Notfall
Vorangegangene Hitzewellen haben der Untersuchung zufolge mehr als 1 Mio. Pfund Schaden, besonders an Straßenbelägen, verursacht. Zudem wurde ein Anstieg an unsozialem Verhalten und Kriminalität beobachtet. Dies hatte erhöhte Aufwendungen für örtliche Polizeikräfte zur Folge.
Die Untersuchung, die innerhalb des Masterprogramms Operational Research erstellt wurde, soll nun in ein lokales Klimaprofil der Grafschaft Warwickshire einfließen, um die Notfallplanung und das Risikomanagement zu erleichtern sowie Aktionspläne zu erstellen.
www.wbs.ac.uk