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Merken   Drucken   30.09.2008, 13:00 Schriftgröße: AAA

Business Education: Neues von den Unis

Die Cologne Business School sucht Querdenker für die Tourismusbranche. Sie startete einen Wettbewerb für Abiturienten und Berufsschüler, der den Siegern ein Stipendien einbringt. Das und mehr Neuigkeiten von den Hochschulen. von Sabine Meinert
Unter dem Motto "Marktlücken im Tourismus - wer deckt sie auf?" können interessierte Schüler Konzepte für die Reisebranche einreichen. "Wir möchten mit diesem Wettbewerb den Ideenreichtum engagierter Nachwuchskräfte fördern",sagt der Marketingleiter der Cologne Business School (CBS) Jan-Peter Jansen. Eingereicht werden können Ideen aus allen touristischen Bereichen, mit denen sich neue Zielgruppen erschließen lassen. Angesprochen sind Schüler ab Jahrgangsstufe 11 und von berufsbildenden Schulen, die ihre berufliche Zukunft im Tourismus sehen. Ausgeschrieben sind ein Vollstipendium für 6 Semester im Wert von rund 23.000 Euro sowie jeweils ein zwei- und ein viersemestriges Teilstipendium im Wert von 8.000 und 16.000 Euro.
Die CBS bietet den drei Gewinnern die Möglichkeit, ihre Ideen bei der Förderpreis-Verleihung einem Fachpublikum zu präsentieren und dort Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Zusätzlich unterstützt die Schule die künftigen Neu-Studenten dabei, ihre Idee weiterzuverfolgen und umzusetzen.
www.cbs-edu.de/foerderpreis
Das ESSEC-Gebäude   Das ESSEC-Gebäude
Die Essec Business School in Paris wird erneut auf dem asiatischen Markt aktiv. Sie bietet mit dem neuen Semester einen Doppel-MBA-Abschluss mit der Keio Buiness School in Tokio an.
Dieses doppelte Diplom soll Einblick in Managementpraktiken unter dem Blickwinkel zweier Kulturen geben. "Die französische und die japanische Kultur sind sehr unterschiedlich. Das Studium an den beiden Schulen lehrt die Studenten Vielfalt beziehungsweise Diversität, was im Kontext der heutigen Globalisierung unerlässlich ist", sagt Laurent Bibard, MBA-Direktor an der Essec Business School.
Die Essec pflegt bereits seit über 20 Jahren Kontakte nach Japan. Mehr als 1100 französische Studenten hatten dadurch bereits die Gelegenheit, ein Praktikum in Japan zu absolvieren. Die Business School offeriert derzeit sieben weitere Doppelabschlüsse mit internationalen Business-Schulen, darunter in Indien, Korea und China.
www.essec.edu, www.keio.ac.jp
Schloß Reichartshausen, Hauptsitz der EBS seit 1980   Schloß Reichartshausen, Hauptsitz der EBS seit 1980
Die Akkreditierungsagentur FIBAA hat Studiengänge der European Business School (EBS) mit Gütesiegeln versehen: den Master of Science in Finance, Master of Science in Real Estate und den MBA General Management. Außerdem erhielt der Bachelor of Science in General Management eine Reakkreditierung. Diese Zertifikate der in Deutschland und der Schweiz ansässigen Agentur zur Qualitätssicherung und Akkreditierung von Studiengängen und Institutionen haben fünf Jahre Gültigkeit.
Die Studiengänge dauern in der Regel eineinhalb Jahre und beinhalten ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule.
Weiterhin vereinbarte die EBS ein neues "Lufthansa Cargo University Program" mit dem DAX-Unternehmen. Künftig will die Schule mit der Lufthansa enger in Lehre, Forschung und Weiterbildung zusammenarbeiten, vor allem die Aus- und Weiterbildung im Bereich Aviation Management soll verbessert und erweitert werden. Die Partner setzen dabei auf die Kompetenz der EBS in Logistik, Innovationsmanagement und Controlling.
www.ebs.de
Die Universität Nürnberg lädt Unternehmen und Studenten für den 24. November zum Hochschulkongress ein. Die von der ehrenamtlichen Initiative Visionahead organisierte Veranstaltung soll Firmen helfen, Fach- und Führungskräfte-Nachwuchs aufzuspüren.
"Die Unternehmen aus der Metropolregion Nürnberg können sich den Studenten als Arbeitgeber präsentieren und in Workshops oder bei der Podiumsdiskussion mit ihnen fach- und themenspezifisch diskutieren", so Markus Reichl, Mitbegründer von Visionahead. "Für die Studenten geht es darum, einen Überblick über das aktuelle Arbeitsplatzangebot sowie die Anforderungsprofile der Unternehmen zu gewinnen und sich gegenüber anderen potenziellen Kandidaten einen Vorsprung zu verschaffen".
Erfahrungen aus vorangegangenen Aktionen bestätigen die Initiatoren - auf einem Pilotkongress wurde bereits erfolgreich vermittelt. Neben den klein- und mittelständischen Unternehmen sind auch Konzerne zugelassen, das soll den Studenten einen repräsentativen Querschnitt über die angebotenen Arbeitsplätze der Region bieten.
www.hochschulkongress.de
Auf dem Campus der Warwick Business School   Auf dem Campus der Warwick Business School
Die britische Warwick Business School stellt erneut den Klimawandel in den Fokus. Eine Studentin ermittelte in einer Studie, was Hochwasser, Stürme, Kälteeinbrüche, Hitzewellen oder ähnliche Wetterkapriolen die Kommunen kosten. Denn: Für viele Städte und Gemeinden werden Unwetter ein immer wichtigerer Kostenfaktor in der Budget- und Ressourcenplanung.
Für das zwölfwöchige Projekt wurden anhand des Beispiels der Grafschaft Warwickshire im Südwesten Englands die Auswirkungen extremer Wetterverhältnisse auf Budget und Arbeitskräfte von Kommunen analysiert. Hintergrund: Innerhalb der letzten fünf Jahre war die Region dreißig Mal von Stürmen, Hitzewellen und Überflutungen betroffen. Besonders zerstörerisch war dabei die Hochwasserkatastrophe vom Sommer 2007 - sie verursachte allein Kosten für die Kommune von über 90 Mio. Pfund. Einbezogen wurden Schäden an Straßen, Brücken oder öffentlichen Gebäuden und die Kosten für die Arbeitskräfte, die mit der Reparatur beauftragt wurden. Außerdem kamen Kosten für die Schließung eines Pflegeheims, für Transport und Unterbringung der Bewohner dazu, ebenso erhöhte Personalkosten für die Aufnahme von Notrufen.
Kein einmaliger Klima-Notfall
Vorangegangene Hitzewellen haben der Untersuchung zufolge mehr als 1 Mio. Pfund Schaden, besonders an Straßenbelägen, verursacht. Zudem wurde ein Anstieg an unsozialem Verhalten und Kriminalität beobachtet. Dies hatte erhöhte Aufwendungen für örtliche Polizeikräfte zur Folge.
Die Untersuchung, die innerhalb des Masterprogramms Operational Research erstellt wurde, soll nun in ein lokales Klimaprofil der Grafschaft Warwickshire einfließen, um die Notfallplanung und das Risikomanagement zu erleichtern sowie Aktionspläne zu erstellen.
www.wbs.ac.uk
Die Universität Witten/Herdecke   Die Universität Witten/Herdecke
Die Private Universität Witten/Herdecke kooperiert nun langfristig mit der Deutschen Bildung GmbH bei der Studienfinanzierung. Entwickelt wird dabei ein Fördermodell für Studenten, das es ermöglicht, die eigene akademische Ausbildung heute zu finanzieren und später einkommensabhängig zurückzuzahlen.
Die Deutsche Bildung wurde 2006 gegründet, um eine neue und sozial ausgewogene Form der Studienfinanzierung zu etablieren. Dazu nutzt sie Studienfonds, die sie am Kapitalmarkt platziert.
Die Uni Witten/Herdecke zieht ab dem Wintersemester 2008 die Beiträge der Studierenden direkt ein und will durch diese Maßnahme den geplanten Ausbau der Lehrstühle und Studienplätze absichern. Bislang wurden die Beiträge von der StudierendenGesellschaft, einer Art "Bank der Studierenden", einzogen und nur zu 75 Prozent an die Universität weitergereicht. Die Gesellschaft hat bisher über die Sozialauswahl eine Förderung weniger gut betuchter Studenten sichergestellt.
www.uni-wh.de
  • FTD.de, 30.09.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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