Die Stanford University ist weltweit noch die Nummer 1, doch schon auf Rang 4 folgt eine europäische Schule
Beabsichtigt oder nicht macht das kleine Detail deutlich, dass sich das Ursprungsland des MBA immer noch als weitestgehend konkurrenzlos sieht. Doch Europas Business-Schulen holen auf. Seit einigen Jahren mischen auf dem internationalen Markt auch immer mehr europäische Vertreter mit. Im aktuellen Ranking der Financial Times sind vier europäische Schulen, die London Business School (LBS), die Insead mit einem Campus nahe Paris sowie die spanischen Schulen IE und Iese, unter den Top Ten.
Unterschiede diesseits und jenseits des Atlantiks
Der MBA made in Europe liegt im Trend. Ein wichtiger Grund ist die internationale Ausrichtung. "Europäische Business-Schulen denken eher global, amerikanische sind hingegen stark US-zentriert", sagt Dipak Jain, Dekan der Insead. Neben dem Campus in Fontainebleau hat die Schule noch Standorte in Singapur und Abu Dhabi. Jain kennt die Hochschullandschaft auf beiden Seiten des Atlantiks, schließlich war er bis 2009 Dekan der amerikanischen Kellogg School of Management.
Amerikanische Studenten strebten nach wie vor Positionen in nationalen Unternehmen wie Microsoft oder General Motors an. Die Studenten europäischer Schulen würden hingegen Geschäftsführer in der Mongolei oder Kenia oder peilten Posten in Nichtregierungsorganisationen an. "Unsere Studenten gelten als flexibler und offener für Herausforderungen, daher sind sie vor allem in globalen Unternehmen gefragt", sagt der Dekan.
Multikulti-Studentenschar oder regionale Auswahl