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Merken   Drucken   27.09.2007, 13:00 Schriftgröße: AAA

Das Gehalt ist entscheidend

Mit dem diesjährigen Ranking der 40 besten Management-Master-Programme ist die London School of Economics and Political Science (LSE) unter die ersten fünf zurückgekehrt. Das HEC-Master-Programm nimmt das dritte Jahr in Folge den Spitzenplatz ein. von Ursula Milton (London)
Die Daten für 2007 zeigen außerdem, dass das MIM-Programm der Community of European Management Schools (CEMS) und der Master of Science in Management der LSE sich um Platz zwei rangeln.
2006 lag die LSE auf dem achten Platz. Hauptgrund für die deutliche Verbesserung war ein deutlicher Anstieg der Gehälter, die die Absolventen angaben - von durchschnittlich rund 50.000 Euro im vergangenen Jahr auf 58.000 Euro in diesem Jahr. Keine der anderen Schulen schaffte einen derart massiven Anstieg. Auch in den Bereichen Karrierefortschritt, Kosten-Nutzen-Verhältnis und internationale Mobilität verbesserte sich die LSE.
Gute Jobaussichten, gutes Entgelt
Kommentare von Ehemaligen der LSE bestätigen die guten Werte der Schule bei Jobchancen und Gehalt. Ein Absolvent lobte den Zugang zu guten Arbeitergebern im Finanzdienstleistungssektor, den die Schule vermittle. "Die Schule bietet eine hohe Investitionsrendite", hieß es in einem anderen Kommentar.
Das ist sicher Balsam für die Programmleitung. Mit Gebühren in Höhe von 24.500 Euro zieht die LSE beneidenswerte Gehaltsgruppen an, aber damit verlangt die Schule auch mehr als alle anderen im Wettbewerb.
Französische Schulen rangieren weit vorn: hier ein Blick in das ...   Französische Schulen rangieren weit vorn: hier ein Blick in das ESSEC-Hauptgebäude
Starke Franzosen
Mit Ausnahme des Aufstiegs der LSE hat sich in den Top Ten kaum etwas getan: Neun der zehn Besten waren auch im vergangenen Jahr schon dabei. Wie in den Vorjahren dominierten erneut die französischen Schulen. Sechs der zehn besten Schulen sind in Frankreich. Und von den sieben neuen Schulen, die es dieses Jahr unter die besten 40 geschafft haben, sind drei aus Frankreich.
Die Mannheim Business School und die Cass Business School der City University in London legten beeindruckende Debüts hin. Die deutsche Schule ist auf Rang 15 eingestiegen, was großteils an den erstklassigen Gehältern lag, die die Absolventen angaben. Laut Daten des Rankings lag der Durchschnittsverdienst bei 55.000 Euro. Das konnten nur noch die LSE und die HEC übertreffen. Die Cass Business School lag zwar beim Gehalt nur auf Rang neun, aber bei der Bewertung des Lehrpersonals, der Vielfalt der Studierenden und der internationalen Mobilität der Studierenden schnitten die Engländer sehr gut ab. Und so stieg die Schule auf einem sehr respektablen 17. Platz ein.
Lancaster schiebt sich nach vorn
Dahinter gab es größere Veränderungen. Lancaster University Management School machte acht Plätze gut und landete auf Rang 18. Damit schaffte die Schule den größten Aufstieg. Abstiege gab es in der unteren Tabellenhälfte mehrere, denn dort waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Plätzen deutlich geringer. Der Verlust von ein paar Prozentpunkten hier und da konnte schon einen massiven Absturz verursachen.
Schnitt im Ranking gut ab: die Cass Business School   Schnitt im Ranking gut ab: die Cass Business School
Die Karriereaussichten nannte die überwältigende Mehrheit der Befragten als Hauptgrund dafür, überhaupt einen Management-Master anzustreben. Um zu beurteilen, ob die Absolventen ihr Ziel erreicht haben, werden für die Zwecke dieses Rankings das aktuelle Gehalt und die Jobbezeichnung als beste Indikatoren angenommen.
Master-Abschluss bringt weiter
Die diesjährigen Daten belegen: Nach drei Jahren sind die meisten Absolventen auf der Karriereleiter bereits ein beachtliches Stück weitergekommen. 42 Prozent hatten bereits den Rang eines "Junior Manager" erreicht, weitere zehn Prozent gaben sogar an, bereits "Senior Manager" zu sein. Dies gleicht in etwa den Ergebnissen vom Vorjahr, das die Aussagen der Absolventen des Jahres 2003 widerspiegelte.
In Unternehmensberatungen sowie im Finanz- und Banksektor lagen die Gehälter im Schnitt um rund 3000 Euro höher. Die Anwälte liegen mit 53.000 Euro weit vorne, doch sie stellen auch nur ein Prozent aller Befragten.
Geplant: Ranking ausweiten
14 Länder sind dieses Jahr mit Schulen im Ranking vertreten. Die Schulen, die in der endgültigen Rangliste vertreten sind, haben zwar alle ihren Sitz in Europa, aber die befragten Absolventen kamen aus 82 Ländern, und das Management-Master-Ranking 2007 stand tatsächlich Schulen aus der ganzen Welt offen, sofern sie die von der Financial Times festgelegten Teilnahmebedingungen erfüllten.
Da sich die Managementausbildung im Master-Bereich durch Marktnachfrage und behördliche Vorgaben verändert, hofft die Financial Times, den Kreis der beteiligten Business Schools ausweiten zu können und das Ranking damit noch größer und globaler gestalten zu können.
  • FTD.de, 27.09.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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