Kai Peters, Ashridge Business School
Die pauschale Kritik, die Ausbildung an den Business-Schulen sei zu praxisfern und analytisch, hält Kai Peters, Chef der britischen Ashridge Business School, für undifferenziert. "Die Bedürfnisse der Teilnehmer ändern sich im Laufe ihrer Karriere", sagt er.
So sei es für Manager am Anfang ihrer Laufbahn wichtig, sich Fachwissen anzueignen. Ein MBA-Absolvent müsse fit in den Kernbereichen wie Finanzierung, Marketing, Produktion und Personalführung sein. "Darin sind die Schulen gut", sagt Peters. Doch alles, was darüber hinausgehe, bereite ihnen Probleme.
Das Thema "Kontext und Strategie" ist ein gutes Beispiel dafür. Denn Manager sollten auch verstehen, wie sich Unternehmensprozesse gegenseitig beeinflussen und in welchem Zusammenhang sie stattfinden.
"Sie müssen sensibel für gesellschaftliche und politische Veränderungen und technologische Entwicklungen sein", sagt Peters. Bisher werde zu diesem Thema aber noch zu wenig interdisziplinär geforscht.