Die klügsten Studenten und angesehensten Professoren will man aus aller Welt nach Europa locken. Das Mittel der Verführung: Erasmus Mundus. Dieses Programm ermöglicht Bachelorabsolventen aus Asien, Afrika und Lateinamerika einen exklusiven Masterabschluss in Europa.
Das Studium absolvieren sie in mindestens zwei EU-Ländern. Universitäten, die ein solches Angebot machen wollen, müssen sich mit der Studienordnung in Brüssel bewerben, die sie gemeinsam mit ihren Partnerhochschulen erarbeitet haben. Das Programm steht grundsätzlich allen Fächergruppen offen.
"Es geht bei Erasmus Mundus um die Attraktivität des europäischen Hochschulraums", sagt Siegbert Wuttig, Leiter der EU-Programme beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Bonn. "Europa möchte sich damit im Wettbewerb um die klügsten Köpfe global gut aufstellen." Damit die besten Köpfe der Welt nicht immer nur in der USA oder in Australien studierten, vergibt die EU Stipendien in Höhe von insgesamt 42.000 Euro je Studenten.
Die meisten High Potentials kommen aus Asien, im ersten Durchgang von 2004 bis 2007 waren es 2325. Rund 100 Masterstudiengänge sind Teil des Programms. "Künftig werden wir das Programm mit Partneruniversitäten aus Drittländern erweitern, damit auch deutsche Studierende beispielsweise nach Asien gehen können", sagt Wuttig.