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Merken   Drucken   28.10.2008, 16:00 Schriftgröße: AAA

Fachkräftemangel: Frauenpower soll Wirtschaft retten  

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet von der deutschen Wirtschaft mehr Tempo und mehr Engagement bei der Familienfreundlichkeit - gerade auch in Zeiten der Finanzkrise. von Monika Dunkel (Berlin)
"Familienfreundliche Strukturen müssen ein Markenzeichen der deutschen Wirtschaft werden", forderte von der Leyen am Montag in Berlin. Die Finanzkrise werde die demografischen Trends und den Fachkräftemangel nicht außer Kraft setzen. Es gebe zwar Verbesserungen, aber auch noch viele Hürden in den Köpfen der Manager. Deshalb werde sie das Ziel weiterverfolgen, die Arbeitsbedingungen für berufstätige Eltern zu verbessern. "Teilzeitarbeit muss auch für junge Männer und Führungskräfte hoffähig werden", sagte die Ministerin. Teilzeit sei in Deutschland weiblich und bedeute das Karriereaus.
Um das Megathema der Familienministerin "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" war es in den vergangenen Monaten ruhig geworden. Nun drohen Finanzkrise und Wirtschaftsrezession das Sujet ganz ins Abseits zu drängen. Dem stemmt sich die Ministerin jetzt mit einer Mahnung entgegen. Dabei wirbt sie auch mit dem wirtschaftlichen Nutzen des "Erfolgsfaktors Familie". "Wenn Beschäftigte in guter Balance Familie und Beruf vereinbaren können, bringt das auch dem Unternehmen über geringere Fehlzeiten und Fluktuation, aber mehr Motivation und Produktivität eine positive Rendite", so von der Leyen.

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  • FTD.de, 28.10.2008
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