Frauen finden seltener Gefallen an moderner Technik als Männer
Frauen sind etwas unzufriedener mit der Berufsausbildung als Männer. Dabei meiden weibliche Azubis besonders technische Ausbildungen und Studiengänge, wie der Branchenverband Bitkom regelmäßig feststellt. In den Studienfächern Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik gab es im vergangenen Jahr nur 16 Prozent Studienanfängerinnen. Auch im Bauingenieurwesen ist gerade mal jeder vierte Student weiblich.
Der geringe Frauenanteil verschärft derzeit den Fachkräftemangel in den technischen Berufen noch, so der Verband. Bitkom zählte zuletzt rund 40.000 offene Stellen für IT-Experten und mehr als 90.000 für Ingenieure. Dem Verband zufolge müssten sich bereits die Schulen und Hochschulen stärker um weiblichen Nachwuchs bemühen – beispielsweise über Zusatzangebote für Mädchen, Kooperationen, Mentoring-Programme und Stipendien.
Früher um die richtigen Mitarbeiter werben
Insgesamt gilt es, so Experten, künftig viel stärker in der Berufswahlphase von Jugendlichen aktiv zu werden und hier die geeigneten Nachwuchskräfte herauszufiltern. Denn Unternehmen bekommen immer deutlicher zu spüren, wenn die Unzufriedenheit in der Belegschaft wächst, die Motivation auf Effektivität und Stimmung drückt. Dass ein Teil der Mannschaft nicht mitzieht, kann sich inzwischen kein Unternehmer mehr leisten, warnen Personal- und Unternehmensberater.