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25.12.2007, 09:00
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FH und Universität auf Tuchfühlung
Die Hochschultypen gleichen sich wegen der neuen Abschlüsse Bachelor und Master an. Ist das ein Vorteil für die Fachhochschulen?
von Oranus Mahmoodi
Die Fachhochschulen sind nicht die Verlierer, sie sind auch nicht die Gewinner", sagt Nicolai Müller-Bromley über die neue Rolle der Fachhochschulen (FH) nach der Umstellung auf Bachelor und Master.
Als Präsident des Hochschullehrerbundes, des Berufsverbands der Professoren an den deutschen Fachhochschulen, weiß Müller-Bromley aber, dass die Umstellung für die FH ein geringerer Aufwand war als für viele Universitäten.
Denn die Ausbildung an den FH war schon immer anwendungsorientiert, das Studium verschulter und der Abschluss schneller erreicht als an der Universität. Fest steht auch, dass die FH weiter sind: Im laufenden Semester sind fast 90 Prozent der Abschlüsse Bachelors oder Master. An den Unis sind es 55 Prozent - was zum Teil an Staatsexamensfächern wie Jura und Medizin liegt.
Vorteil für die FH: die Gruppengröße"Die Umstellung führt zur Entschlackung und Straffung der Studiengänge, die Fachhochschulen waren schon vorher entschlackt und gestrafft", bestätigt Gert Bruche, Prorektor der FH für Wirtschaft Berlin.
Die Situation ist widersprüchlich: Einige FH fusionieren mit Universitäten, wie etwa die FH Nordostniedersachsen mit der Universität Lüneburg oder die FH für Wirtschaft und Politik mit der Universität Hamburg.
Andererseits haben sie regen Zulauf, auch von Studenten, die ihren Bachelor an einer Universität gemacht haben. "Die Fachhochschulen haben einen Vorteil: die geringere Gruppengröße mit etwa 25 Studenten pro Studiengang", sagt Müller-Bromley.
Andere entscheidende UnterschiedeDavon könnten die meisten Universitäten nur träumen. Doch dieser Vorteil fange an zu bröckeln, denn die Hochschulen glichen sich allmählich einander an. "Ein schönes Beispiel der Angleichung zeigt sich beim Zugang zum höheren öffentlichen Dienst", sagt Müller-Bromley.
Seit Kurzem gelte das Prinzip: egal ob FH oder Universität, jeder Master ist für den höheren öffentlichen Dienst zugelassen. Während die Unterschiede zwischen FH und Universitäten also abnähmen, werde ein anderer Unterschied wichtiger, sagt Müller-Bromley.
Es stelle sich zunehmend die Frage, ob man einen guten Studiengang an einer guten Hochschule studiere. Selbst bei sogenannten Eliteuniversitäten sei nicht automatisch jeder Fachbereich exzellent. "Welche Hochschulen sich durchsetzen, wird sich auf dem Markt ergeben."
Teil 2: Die unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen
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FTD.de, 25.12.2007
© 2007 Financial Times Deutschland,
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