Am Computer die Risikoscheu ablegen: Wer mehr Testosteron im Blut hat, geht größere Risiken ein
Im Mittelpunkt der Studie standen MBA-Studenten der Booth School of Business und der Kellogg School of Management. Viele von ihnen werden später im Finanzwesen arbeiten. Rund 500 Studierende wurden aufgefordert, vor und nach einem Computerspiel, mit dem ihre Risikoscheu gemessen wurde, Speichelproben abzugeben. Bei den beiden Speichelproben wurden die Hormonveränderungen gemessen.
Wie erwartet wiesen Männer einen höheren Testosteronspiegel auf und gaben sich bei dem Spiel weniger risikoscheu als Frauen. Bei dem Spiel waren die Studenten aufgefordert, zwischen einer garantierten geldwerten Vergütung zu wählen und einer riskanten Lotterie mit höherer potenzieller Ausschüttung.
Beeinflusst auch Berufswahl
Wichtiger aber noch ist, die Forscher fanden heraus, dass ein höherer Testosteronspiegel bei Frauen mit einer größeren Risikobereitschaft einherging. Hatten Männer und Frauen einen ähnlichen Testosteronspiegel, war auch ihre Risikobereitschaft ähnlich hoch.