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Merken   Drucken   25.10.2006, 13:00 Schriftgröße: AAA

Ganz oben ist für Frauen wenig zu holen  

In den Chefsesseln sitzen noch meist Männer. Unternehmen bieten nur wenig flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsplätze. Angesichts des zukünftigen Mangels an Führungskräften läge es aber in ihrem Interesse, weibliche Fachkräfte besser zu fördern. von Tina Stadlmayer
Anteil der Frauen nach Hierarchie   Anteil der Frauen nach Hierarchie
Sissi Closs macht der Fachkräftemangel im IT-Bereich keine großen Sorgen. Seit Jahren setzt die Geschäftsführerin der Firmengruppe Comet in München auf Frauenförderung und Familienfreundlichkeit.
"Mit unseren flexiblen Arbeitszeiten sind wir vor allem für Frauen attraktiv", sagt Closs, Chefin der Fachfirma für technische Datenverarbeitung. "Deshalb bewerben sich bei uns mehr Frauen als in der Branche üblich."
Zwei Drittel der Belegschaft arbeiten in Teilzeit, auch Führungskräfte. Über die Hälfte der 75 Mitarbeiter ist weiblich. In Leitungsfunktionen arbeiten sogar 75 Prozent Frauen - eine Quote, die deutlich über dem Durchschnittswert in der deutschen Privatwirtschaft liegt.
Nach wie vor werden Frauen trotz durchschnittlich höherer Qualifikation seltener eingestellt als Männer. Sie haben geringere Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden, und steigen sehr viel seltener in Führungspositionen auf.
Eine im Juni veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen nur langsam steigt: in den alten Bundesländern von 20 Prozent im Jahr 2000 auf 22 Prozent im Jahr 2004, in den neuen Bundesländern von 25 auf 28 Prozent.

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  • FTD.de, 25.10.2006
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