Die Grafik zeigt Erfolgsparameter, der Lohnzettel nicht
Genau so stellt sich die Situation auch im Vertrieb dar. Wo Frauen sich in den männlich dominierten Positionen durchsetzen konnten, gehen sie mit 28 Prozent weniger in der Lohntüte nach Hause. Im Ingenieurwesen, wo weibliche Spezialisten, noch unterrepräsentierter sind, sind es 22 Prozent weniger Gehalt, ergab die Auswertung.
Keine Angleichung in Sicht
"Diesen großen Gehaltsunterschied beobachten wir schon seit einiger Zeit und sehen derzeit und in naher Zukunft auch keine Angleichung", so Goran Baric, Geschäftsführer bei Michael Page. Er begründet diesen Trend mit den Karriereunterbrechungen bei Frauen. Mutterschutz, Elternzeit, Phasen der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen seien nicht geeignet, die Entlohnung der Frauen auf einem ähnlichen Niveau zu etablieren wie die Männer in gleichartigen Jobs. Der Gehaltsnachteil wird demnach häufig aus einem angeblichen Mangel an Erfahrung und aktuellen Sichtweisen hergeleitet.
"Allerdings müsste sich der vermeintliche Vorsprung der Männer im Laufe der Zeit wieder aufheben, so haben Männer durch die bislang gültige Wehrpflicht häufig auch später angefangen zu arbeiten", so Baric. Insofern sei dieser massive Gehaltsunterschied bei gleicher Qualifikation nicht nachvollziehbar.