Die dicksten Lohntüten bieten Unternehmen im Fahrzeugbau, in der Elektrotechnik und im Maschinenbau. Auch Konsumgüterproduzenten und Chemiekonzerne zahlen gut - mindestens 38.000 Euro pro Jahr, im Schnitt bis knapp 50.000 Euro.
Auffällig ist, dass sich die Gehaltsunterschiede auch in den Funktionen zeigen. So verdient beispielsweise ein Berufseinsteiger in der Fertigung eines Chemieunternehmens im Schnitt 6000 Euro pro Jahr mehr als ein Kommilitone, der im Marketing der gleichen Chemiefirma anheuert. In der Tourismusbranche können die Gehälter eines IT-Mitarbeiters und eines Personalverantwortlichen mehr als 7000 Euro auseinander liegen. In Firmen, die Ingenieurdienstleistungen anbieten, geht ein Neuer in der Fertigung möglicherweise mit gut 31.500 Euro Jahresgehalt nach Hause, während der Berufsanfänger im Vertrieb im Schnitt 52.000 Euro einstreichen kann. Es lohnt sich also, sich über die Vergütungsgepflogenheiten der einzelnen Branchen zu informieren.
Auffällig: Auch das Bundesland spielt eine Rolle. So gehört Schleswig-Holstein zu den Regionen, in denen die höchsten Einstiegsgehälter gezahlt werden, im Schnitt über 41.800 Euro pro Jahr. Auch das Saarland ist neben den üblichen Verdächtigen wie Bayern und Baden-Württemberg weit vorn zu finden. Berlin und Hamburg dümpeln dagegen am Ende des Rankings - mit rund 39.000 Euro. Im Osten wird tendenziell schlechter gezahlt als in westlichen Bundesländern.
Der richtige Abschluss zählt
Bessere Chancen, ein gutes Gehalt auszuhandeln, haben Diplom- und Master-Absolventen. In mittelständischen Unternehmen (100 bis 999 Mitarbeiter) kann das Plus zum Bachelor-Bewerber rund 2000 Euro ausmachen. In Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern punkten dagegen die Bachelor-Kandidaten. Mit steigender Belegschaftszahl geht der Vorteil jedoch an Absolventen mit Master oder Diplom über. Ob ein Berufseinsteiger den Abschluss einer Uni oder Fachhochschule in der Tasche hat, spielt inzwischen nur noch in den wenigsten Unternehmen eine Rolle. Wo der Unterschied gemacht wird, kann die Gehaltsdifferenz allerdings bis zu 17 Prozent betragen.
Für die Studie befragte das Karriereportal Alma Mater 902 Unternehmen aller Branchen zu Einstiegsgehältern und Mitarbeiternachfrage. Bei den aufgeführten Summen handelt es sich um Jahresbruttogehälter inklusive Prämien und finanziellen Zusatzleistungen wie Urlaubsgeld oder ähnliches.