Nicht nur Absolventen europäischer Schulen spüren den Reiz Londons. Auch an der New Yorker Columbia Business School gilt London als beliebte Anlaufstelle. In Europa würden vor allem die Investmentbanken die Nachfrage befeuern, sagt Regina Resnick von Columbia, in den USA sei es dagegen das Comeback der Managementberater, das dominiert.
Guter Einstieg als Berater
Diese Einschätzung teilt Sheryle Dirks von der Fuqua School an der Duke University in North Carolina: "Viel wird vom Wiederaufleben des Beratergeschäfts getrieben", sagt sie. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt der Duke-Abgänger bei einem Berater betrage 110.000 $, erreiche bei manchen sogar 135.000 $, sagt Dirks.
Das Gesamtbild ist eindeutig: MBAs sind gefragter denn je. Absolventen der Top-Schulen können sich wieder den Luxus leisten, ein Jobangebot abzulehnen. "Die Studenten haben etwas mehr Selbstvertrauen und lassen Jobs links liegen, die nicht passen", sagt Diane Morgan von LBS.
100.000-Dollar-Offerten
Für die meisten Absolventen führender US-Schulen liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt um die 100.000 $. Die diesjährigen Absolventen der MIT Sloan School of Management beispielsweise starten mit 103.000 $ in ihren Job, und 92 Prozent der Studenten hatten beim Abschluss bereits ein Jobangebot vorliegen. Für Duke-Absolventen ist das Durchschnittsgehalt in den vergangenen zwei Jahren um 10.000 $ gestiegen. Auch aus Europa werden deutliche Zuwächse vermeldet.