Warum das so ist, erklärt Gerd-Rüdiger Kück, Kanzler der Hochschule: "Die Universitäten sind selbstständiger geworden und stehen auch miteinander im Wettbewerb. Das fordert eine ganz andere Einstellung der Verwaltung."
Bremen ist ein Beispiel für die derzeitigen Umstrukturierungen in den deutschen Universitätsverwaltungen. Die Einführung von Studiengebühren oder der verstärkte Wettbewerb um Spitzenforscher und Fördergelder erfordert von den Verwaltungen unternehmerisches Denken und das entsprechende Know-how.
"In den Universitäten entstehen gerade eine ganze Reihe neuer Jobs", sagt BWL-Professorin Anke Hanft von der Universität Oldenburg. "Viele Unis führen eine mittlere Managementebene ein - mit Verantwortlichen für Marketing, Alumnibetreuung, Controlling."
Wissenschaftsmanager ist die offizielle Berufsbezeichnung für die universitären Verwaltungsexperten. Sie müssen nicht nur BWL-Wissen mitbringen, sondern sich auch im Hochschulbetrieb auskennen.
Eine aktuelle Umfrage unter deutschen Hochschulen im Auftrag des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ergab, dass bisher nur ein Viertel der befragten 170 Universitätsverwaltungen spezialisierte Wissenschaftsmanager beschäftigt, aber genauso viele deren Einstellung planen.