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Merken   Drucken   07.09.2007, 15:00 Schriftgröße: AAA

IT-Studenten wollen am liebsten zu SAP

Angehende Informatiker in Deutschland halten den Softwarekonzern SAP für den attraktivsten Arbeitgeber. Die meisten sehen ihre Zukunft zudem eher hierzulande als im Ausland. von Sabine Meinert
Die Erwartungen der Absolventen an den Berufseinstieg und eine Karriere in der IT-Branche sind hoch. So bezeichnen mehr als die Hälfte das Einstiegsgehalt als wichtigen oder sehr wichtigen Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Rund 42.6000 Euro erwarten die Berufsanfänger, so die Studie des Berliner Trendence Institut unter rund 4.900 Teilnehmern in Deutschland.
Das Gebäude Nummer 1 der Firmenzentrale des Softwarekonzerns SAP ...   Das Gebäude Nummer 1 der Firmenzentrale des Softwarekonzerns SAP in Walldorf
Diese fordern zudem ein spannendes Arbeitsfeld und eine angenehme Unternehmenskultur in einer Firma mit Renommee und hoher Glaubwürdigkeit. SAP kommt dem nach Meinung der Informatikstudenten am nächsten. Auf Platz zwei liegt Google, das sich in diesem Jahr erstmals unter Top-IT-Arbeitgeber in Deutschland schieben konnte. Auf den folgenden Plätzen rangieren IBM und Siemens. Bessere Chancen im Ausland erhoffen sich die Umfrageteilnehmer dabei eher nicht.
Die beliebtesten Arbeitgeber der IT-Branche
1. SAP
2. Google
3. IBM Deutschland
4. Siemens
5. BMW
6. Fraunhofer Gesellschaft
7. Microsoft Deutschland
8. Apple
9. Porsche
10. Audi
11. AMD
12. Software Design & Management
13. Bundesamt für Sicherheit in der Informatik
14. Bundesnachrichtendienst
15. Lufthansa Systems
16. EADS
17. DaimlerChrysler
18. Max-Planck-Gesellschaft
19. Accenture
20. Sun Microsystems
Quelle: Trendence Institut, Berlin
 
Weibliche Studenten erwarten weniger
Bei den weiblichen Studenten sind die Präferenzen leicht verändert. Siemens rangiert bei Ihnen ganz vorn, gefolgt von SAP und IBM. Ebenso gefragt ist die Fraunhofer Gesellschaft. Erst dann kann Ranking-Neuling Google punkten.
Auffällig ist, Frauen sind noch immer mit einem geringeren Einstiegsgehalt als Männer zufrieden. 39.800 Euro pro Jahr würden sie für die ersten Berufsjahre akzeptieren. Männliche Kommilitonen fordern dagegen 3000 Euro mehr. Und die Studentinnen fürchten, weit mehr Bewerbungen schreiben zu müssen als männliche Kandidaten. Insgesamt beurteilen sie ihre Chancen am Arbeitsmarkt weniger optimistisch als männliche Absolventen.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Dennoch hat sich die Diskussion um den steigenden Fachkräftemangel in Medien und Öffentlichkeit auch bei den Befragten ausgewirkt: Gegenüber den Vorjahren machen sich die Absolventen und Informatik-Studenten insgesamt deutlich weniger Sorgen um ihre berufliche Zukunft als in den Vorjahren, so die Umfrage. "Mehr als 60 Prozent gehen davon aus, dass es in diesem Jahr nicht schwierig sein wird, eine Arbeitsstelle zu finden. Mit Recht: Da der IT-Arbeitsmarkt auf hoch qualifizierte Spezialisten ausgerichtet ist, sind damit in diesem Jahr vor allem Hochschulabsolventen gefragt", sagt Manja Ledderhos vom Trendence Institut.
Die Berufsanfänger sind sich aber auch bewusst, dass sie für einen guten Karrierestart etwas tun müssen. Im Schnitt erwarten sie eine Wochenarbeitszeit von 43,6 Stunden. Für einen attraktiven Job würden fast drei Viertel der Studenten in eine Großstadt außerhalb der Heimatregion umziehen. Mehr als jeder zweite würde auch eine Kleinstadt in Erwägung ziehen oder in europäische Nachbarländer wechseln. Fast ebenso viele würden weltweit einen Job akzeptieren.
München vor Frankfurt und Stuttgart
Die besten Job-Chancen rechnen sich die Befragten in der Region München aus. Auch Frankfurt am Main und Stuttgart bieten nach Auffassung jedes Fünften beste berufliche Aussichten. Die persönlichen Präferenzen weichen davon aber leicht ab. Neben München würden viele lieber in Berlin und Hamburg als in Hessen oder Schwaben arbeiten, so die Studie.

Das Trendence Institut befragt jährlich über 200.000 Schüler, Studenten, Absolventen und Young Professionals über ihre Berufswünsche und Erwartungen zum Berufseinstieg.
  • FTD.de, 07.09.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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