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Acht Monate ist es her, dass Eul vom Infineon-Forschungs- und Vertriebsvorstand zum Chef von Intel Mobile Communications wurde. Die neue Unternehmenseinheit soll dem US-Chiphersteller einen Markt eröffnen, auf dem er bisher kaum Glück hatte: Schaltkreise für alles, was funkt. Handys, Smartphones, Tablets, die Welt des mobilen Internet, in der die Großen Qualcomm oder Texas Instruments heißen. Oder Infineon. Bis vor Kurzem jedenfalls: Zum Jahreswechsel kaufte Intel dem deutschen Chiphersteller die Mobilfunksparte ab. Eul ging mit.
"Das war für mich selbstverständlich", sagt der promovierte Ingenieur und Elektrotechniker. "Erstens war es vom Käufer gefordert. Und zweitens haben Sie eine gewisse Verantwortung, wenn Sie 3500 Mitarbeiter von einem Unternehmen ins andere tun." Dass er nicht nur in preußischer Pflichterfüllung handelte, ist Eul überdeutlich anzumerken, wenn er über die Arbeit redet. Er wippt und strahlt und lacht, und wenn er über die Gesprächsrunden mit seinen Ingenieuren spricht, schlägt seine Stimme Kapriolen wie bei den Erzählungen über die elterliche Garage, wo er als Kind ein Werkzeugwunderland vorfand: "Da gab es alles, bis zum Schweißgerät. Mein Keller sieht heute noch so aus."
Das technisch Machbare mit dem zusammenbringen, was der Markt verlangt: So sieht Euls berufliches Glück aus. Ohne Geschäftsentscheidungen und Kundenkontakte kann der Wissenschaftler nicht lange sein: "Ich glaube, dann würde ich nach zwei Tagen Entzugserscheinungen kriegen." Von der Leibniz-Universität Hannover, die ihn 2003 zum Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik (HFT) berief, ist er seit 2004 beurlaubt - Infineon machte ihn zum Vorstandsmitglied.