Schwerer Start: Mit der Abschlussfeier beginnt für die diesjährigen MBA-Absolventen die harte Jobsuche
Offenbar schlägt die Rezession, die den Absolventen-Jahrgang 2008 noch einigermaßen verschonte, nun auf die laufenden Klassen voll durch. Unglücklicherweise trifft die sinkende Nachfrage nach MBAs auf ein wachsendes Angebot: Überdurchschnittlich viele Studenten haben sich an den Business Schulen eingeschrieben, auch weil sie eine gute Parkstation für Leute darstellen, die gerade keinen Job finden. In der Folge sorgen sich jetzt viele Studenten, ob sich ihre Bildungsinvestition auch lohnen wird - darunter besonders diejenigen, die für das Studium eine sichere Stelle aufgegeben haben.
Besonders hart für ausländische Talente
Die Folgen des Abschwungs treffen Nicht-Amerikaner in den USA besonders hart. Im Zuge der staatlichen Stimulus-Pakete erschwerte es der US-Kongress den heimischen Unternehmen, ausländische Talente einzustellen. Daher hat derzeit nur rund jeder dritte ausländische Student an einer amerikanischen Business Schule schon vor dem Abschluss ein Stellenangebot in der Tasche, 2008 waren es noch 54 Prozent. Gleichzeitig haben 57 Prozent ihrer Klassenkameraden mit amerikanischem Pass eine Stellenofferte vorliegen - und damit nur sieben Prozent weniger als im vergangenen Jahr.