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Merken   Drucken   16.03.2010, 11:00 Schriftgröße: AAA

Jobtrends: Lieber früher anfangen

Deutsche Arbeitnehmer sind offenbar mehrheitlich Frühaufsteher. Fast jeder zweite würde seinen Arbeitstag gern früher beginnen, als er das bisher tut. Wer früher startet, hat auch früher Feierabend. von Sabine Meinert 
Die Arbeitszeit ist für viele Beschäftigte ein wichtiger ...   Die Arbeitszeit ist für viele Beschäftigte ein wichtiger Wohlfühlfaktor im Job
Schichten, Kernzeit, Gleitzeit - mit zahlreichen Arbeitszeitmodellen versuchen die deutschen Unternehmen den Bedürfnissen des modernen Berufslebens anzupassen. Doch in vielen Fällen lässt es sich nicht vermeiden, dass Arbeitnehmer zu festen Zeiten an ihrem Schreibtisch oder an der Werkbank sitzen. Nur so sind ein Hand-in-Hand-Arbeiten mit Kollegen sowie der Kontakt zu Kunden und Lieferanten möglich.
Einem Großteil der Berufstätigen ist der vom Arbeitgeber vorgegebene Start in den Tag aber zu spät. Sie würden lieber früher beginnen, ergab eine Umfrage des Online-Karriereportals Monster. Immerhin 46 Prozent der befragten Deutschen sagen: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Nur etwa jeder Vierte bezeichnete den Arbeitsbeginn als ideal. Ebenso groß ist die Zahl der Morgenmuffel, die lieber länger schlafen und daher einen späteren Arbeitsbeginn bevorzugen würde.
Früher Arbeitsbeginn bevorzugt
Wie bewerten Sie die Uhrzeit Ihres Arbeitsbeginns - zu früh oder zu spät?
27 Prozent: Ich bin ein Morgenmuffel und würde lieber später mit der Arbeit anfangen.
27 Prozent: Der Beginn meines Arbeitstages ist für mich ideal.
46 Prozent: Ein früherer Arbeitsbeginn wäre für mich auch kein Problem.
"Viele Arbeitnehmer gehen lieber früher zur Arbeit, weil sie dann schon den späten Nachmittag privat nutzen können. So bleibt mehr Zeit für Erledigungen und Freizeit mit Familie und Freunden", sagt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance werde im stressigen Alltag schließlich immer wichtiger.
Der Fachmann verweist zudem auf den individuellen inneren Rhythmus. Wer als Morgenmuffel Gleitarbeitszeit für sich nutzen könne, sei in seinem Job häufig deutlich produktiver und effizienter - und daher ein wertvollerer Mitarbeiter.
In Österreich empfinden Arbeitnehmer übrigens genauso wie in Deutschland. In der Schweiz ist man dagegen ein bisschen häufiger aufs Ausschlafen bedacht - 33 Prozent bevorzugen einen späteren Arbeitsbeginn, nur 34 Prozent würden gern früher mit der Arbeit beginnen.
Diese Daten können Arbeitgebern Aufschluss geben, wie sie die Arbeitsabläufe in ihrer Firma optimal planen und wie sie Beschäftigte terminlich am besten einsetzen. Sind die Arbeitszeiten von Morgenmuffeln und Frühaufstehern gut aufeinander und auf die innere Uhr des jeweiligen Mitarbeiters abgestimmt, laufen Prozesse reibungsloser und effizienter, sagen Experten.
Für die Studie wurden 5.033 Beschäftigte in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach ihren Vorlieben zum Arbeitsbeginn befragt. Das Karriereportal Monster fragte die Daten online im Februar 2010 ab.
  • FTD.de, 16.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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