Banker als GeldeintreiberSicher hat die Krise den Arbeitsmarkt fest im Griff. So ist die Bereitschaft, das Unternehmen zu wechseln, zuletzt deutlich zurückgegangen. "Wer heute einen festen Job hat", sagt Sven Hennige, Managing Director des Finanz-Personaldienstleisters Robert Half, "überlegt sich dreimal zu gehen."
Und an den Hochschulen hängen Studenten, die mit einem Bachelor-Examen in der Tasche eigentlich ins Arbeitsleben starten könnten, lieber noch den Master dran. "Noch nie", sagt Angelika Werner, Sprecherin der Frankfurt School of Finance and Management, "waren die Studienplätze so schnell vergeben".
Dennoch ist das Personalkarussell in der Finanzbranche nicht zum Stillstand gekommen, nicht überall herrscht Einstellungsstopp. Vor allem die Industrie wirbt laut Hennige um Banker. Als Kreditmanager sollen sie Geld von Lieferanten eintreiben, neue Finanzquellen erschließen und für den Geldfluss im Unternehmen sorgen. Ein guter Ruf eilt Bankern zudem im Rechnungswesen voraus. "Mit ihren Kompetenzen und ihrem Netzwerk bürgen sie für eine Qualität, die Unternehmen oft nicht besitzen", sagt er.