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Merken   Drucken   13.11.2007, 09:00 Schriftgröße: AAA

Madame Energy

Danica Purg hat die slowenische Bled School of Management zu einem weltweit bekannten Institut gemacht. Sie gewinnt erstklassige Dozenten. von Bärbel Schwertfeger
Teilnehmer aus aller Welt, Professoren von den international besten Business-Schulen, innovative Ansätze in der Leadership-Entwicklung und eine familiäre Atmosphäre - Susanna Ulrich fallen viele Gründe ein, warum ihre Entscheidung für den Executive MBA (EMBA) an der International Executive Development Center (IEDC) - Bled School of Management in Slowenien richtig war.
"Ein so hochkarätiges und internationales Programm gibt es in Österreich nicht", sagt die Beraterin bei Königswieser & Network in Wien.
Als Danica Purg 1986 die Idee hatte, eine internationale Managerschule in dem damals noch zum sozialistischen Jugoslawien gehörenden Land aufzubauen, war das ein ambitioniertes Vorhaben. "Damals war sogar noch das Wort Management verboten", erinnert sich die IEDC-Dekanin. Seitdem hat sich viel verändert. 1991 wurde Slowenien eine unabhängige Republik, 2004 EU-Mitglied, und 2007 kam der Euro.
Danica Purg, Dekanin der IEDC   Danica Purg, Dekanin der IEDC
Studium: Fordernd und praxisorientiert
Inzwischen haben mehr als 40.000 Teilnehmer aus 70 Ländern die Programme der Schule am malerisch gelegenen Bleder See besucht. Pro Jahr erwerben etwa 150 Manager ihren EMBA. 80 Prozent davon kommen aus dem Ausland, vor allem aus Ländern und Regionen wie Albanien, Rumänien oder dem Kosovo, aber auch aus China, Nigeria und den Vereinigten Staaten.
"Es gibt keine einzige Schule in Zentral- und Osteuropa, die so international ist wie das IEDC", sagt der akademische Direktor Nenad Filipovic. Angeboten werden ein einjähriges und ein zweijähriges Programm mit je 17 Wochen Präsenzunterricht.
Der Georgier Irakli Berekashvili stieß über einen Essaywettbewerb auf das IEDC. "Das Studium ist sehr fordernd, aber was man lernt, kann man auch sofort im Job umsetzen", sagt der Head of Commercial Department bei der Georgian Oil and Gas Corporation. Ein großer Vorteil sei das Netzwerk. "Viele der Teilnehmer sind interessiert an Geschäftsbeziehungen in Osteuropa", sagt der 32-Jährige, und Slowenien sei ein idealer Schnittpunkt.
Zielgruppe: Manager in Top-Positionen
"Unser Zielgruppe sind Manager, die in der Region arbeiten und denen es um eine übergeordnete General-Management-Perspektive geht", erklärt Direktor Filipovic. So haben 44 Prozent der 59 Teilnehmer am zweijährigen EMBA-Programm bereits eine Top-Position. Noch hochrangiger ist der President's MBA, unter dessen 45 Teilnehmern auch etliche CEOs sind.
Dabei setzte IEDC-Gründerin Purg von Anfang an auf Professoren der weltweit besten Schulen wie Harvard, MIT oder Insead. Die Schule selbst hat nur sechs festangestellte Professoren. Unermüdlich reist die Slowenin durch die Welt und überzeugt die besten Professoren davon, nach Bled zu kommen.
"Viele sind interessiert, weil sie noch nie etwas von Slowenien gehört haben", sagt Purg. "Über uns bekommen sie Zugang zu Zentral- und Osteuropa, und ich mache sie zum Teil unseres Projektes." Dafür betreibt die promovierte Soziologin intensive Kontaktpflege, schickt etwa der Ehefrau Schokolade dafür, dass sie ein paar Tage auf ihren Mann verzichtet hat.

Teil 2: Was Manager von Künstlern lernen können

  • FTD.de, 13.11.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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