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Merken   Drucken   10.09.2010, 07:00 Schriftgröße: AAA

Manager-Bildung: Neues aus den Business-Schulen

Zum Start der Herbstsemester präsentieren die Business-Schulen erneut Programmerweiterungen. Zum Beispiel für Weiterbildungen rund ums Wasser, um Finance and Accounting, um Compliance oder Regulierung. von Sabine Meinert 
Die Rotterdam School of Management (RSM) bietet ab Januar 2011 ein neues EMBA-Programm mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft an. Zusammen mit Wetsus, einem Kompetenzzentrum für nachhaltige Wassertechnik, wird die Spezialisierung auf Wasser eingeführt. Das Programm wendet sich an international orientierte und talentierte Manager, die ihr Potenzial in der globalen Wasserwirtschaft ausbauen möchten. Es soll Probleme wie Wasserqualität, -verteilung und -verfügbarkeit beleuchten und Lösungen erarbeiten. Darüber hinaus ist geplant, sowohl das branchenspezifische Management sowie aktuelle technische Aspekte zu vermitteln.
George Yip, Dekan der RSM: "Die zunehmend schwerwiegende globale Wasserknappheit erfordert, dass Leute, die im Management der Wasserwirtschaft arbeiten, die notwendigen Management- und Führungsqualitäten haben." Er verweist zudem auf den Standortvorteil, da die Niederlande auf eine 500-jährige Geschichte der Wasserwirtschaft zurückblicken.
Die ersten beiden Semester des Executive-MBA-Programms werden die Teilnehmer an der Rotterdam School of Management der Erasmus Universität absolvieren. Das dritte Semester mit auf Wasserwirtschaft konzentrierten Aufbauseminaren besteht aus Modulen, die bei Wetsus in Leeuwarden stattfinden. Der innerbetriebliche Teil des Programms wird von einem Mitglied der Fakultät betreut. Unterstützung gibt es auch von den 85 Unternehmen der Wasserwirtschaft und zahlreichen Behörden, die im Rahmen von Wetsus zusammenarbeiten.
Link: www.rsm.nl, www.wetsus.nl
Die Goethe-Universität Frankfurt und das CFA Institute starten ab sofort eine Partnerschaft. Die Goethe Business School der Uni ist damit nun offizieller Partner des Chartered Financial Analyst (CFA) Programms. Der CFA gilt als international wichtigste Zusatzqualifikation für Investment Manager und Finanzanalysten. Im Rahmen der Kooperation können Studenten des berufsbegleitenden Studiengangs zum Executive Master of Finance and Accounting (EMFA) der Goethe-Universität bereits während des Studiums Teile der CFA-Ausbildung durchlaufen.
Das Logo der Goethe Business School   Das Logo der Goethe Business School
Die Goethe-Universität ist mit der Universität Mannheim und der EBS Business School in Oestrich-Winkel dritter CFA Programm Partner in Deutschland. Sie gehört damit nun zum globalen Netzwerk von 125 ausgewählten Wirtschaftshochschulen und Universitäten, davon 40 in Europa, deren Finance-Studiengänge mindestens 70 Prozent des für den CFA erforderlichen Lernstoffes abdecken und besonders hohe ethische und professionelle Standards erfüllen.
"Diese Kombination ist ausgesprochen attraktiv und hocheffizient für Young Professionals, die eine an der Praxis der Finanzindustrie orientierte Weiterbildung anstreben", so Harald Bareit, von der German CFA Society. Damit seien die Karrierechancen in Finanz- und Rechnungswesen oder auch in der Finanzanalyse ausgezeichnet.
Künftig soll es auch weitere Kooperationen zwischen der Goethe Universität und dem CFA Institute jenseits des CFA Curriculums geben. So können Studentengruppen der Goethe Business School beispielsweise ab Herbst an der "Global Investment Research Challenge" des CFA Institute teilnehmen, um im wissenschaftlichen Wettstreit mit anderen Universitäten den Arbeitsalltag von Investment Managern und Analysten kennenzulernen.
Links: www.goethe-business-school.de, ww.cfainstitute.org
Die Wilhelm Büchner Hochschule bietet ab dem Herbstsemester ein Informatikzertifikat auf Masterniveau. Die neue Weiterbildung unter dem Titel "Advanced Business Information System (ABIS)" soll helfen, in den Unternehmen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu bekommen. Künftig sollen ABIS-Experten Informationen transparent zur Verfügung stellen und effiziente Info-Systeme konzipieren.
Studenten der Wilhelm Büchner Hochschule tüfteln am Computer   Studenten der Wilhelm Büchner Hochschule tüfteln am Computer
Informatiker und IT-Fachkräfte können sich ab sofort an der privaten Technik-Hochschule in der 9-monatigen Weiterbildung für das Programm einschreiben. Es fokussiert auf Informatikwissen, Kenntnisse in Enterprise Resource Planning (ERP) und Business-Intelligence (BI) sowie fachübergreifende Schlüsselkompetenzen wie Managementtechniken und interkulturelle Kompetenz.
Die Informatikweiterbildung Advanced Business Information Systems (ABIS) setzt Grundlagenwissen der Informatik und Wirtschaftswissenschaften voraus. Sie steht allen offen, die die erforderliche Eignung durch ein Studium, die Berufstätigkeit oder auf andere Weise erworben haben. Der Fernstudiengang kann jederzeit begonnen und berufsbegleitend belegt werden. Er schließt mit dem Zertifikat Advanced Professional Certificate (APC) ab.
Link: www.wb-fernstudium.de
Das Institut für Lernsysteme ILS bietet eine neue Möglichkeit, berufsbegleitend seine Coaching Skills auszubauen - mit dem Fernlehrgang "Personal and Business-Coach". "Ein neuer Führungsstil setzt sich in der Wirtschaft durch: Die Führungskraft wird zum Coach für die eigenen Mitarbeiter - und braucht selbst Unterstützung, um diese neue Rolle auszufüllen", erklärt Ingo Karsten, Geschäftsführer des ILS, diesen Trend.
Der Lehrgang verbindet ein 18-monatiges Fernstudium mit zwei umfangreichen Praxisseminaren. Dabei lerne jeder Teilnehmer in seinem individuellen Tempo, im praktischen Teil werde die Anwendung des Wissens trainiert, so die Schule.
Der Fernlehrgang "Personal und Business-Coach" wendet sich sowohl an Personen, die eine berufliche Selbstständigkeit als Coach anstreben, als auch an Personalverantwortliche, Betriebsräte oder Führungskräfte in Unternehmen und Organisationen. Das Angebot vermittelt neben der Grundlagenausbildung auch Kenntnisse in Gesprächsführung, Konflikt- und Problemberatung, Teamentwicklung und Selbstreflexion. Er beinhaltet Module, die Themenbereiche wie Organisationsberatung, kommunikative Führungstechniken und Coaching von Führungspersonen behandeln.
Der Lehrgang dauert 18 Monate und kostet 149 Euro im Monat. Das Fernstudium kann jederzeit gestartet werden.
Link: www.ils.de
Die Deutsche Universität für Weiterbildung bietet ab Oktober ein neues Hochschul-Zertifikat zum Thema "Personalcompliance". Das 4-monatige berufsbegleitende Zertifikatsprogramm richtet sich an Verantwortliche aus Fachabteilungen in Unternehmen, Behörden und Organisationen, aus Beratungsunternehmen und -kanzleien und insbesondere an Personalverantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen.
"Die Studierenden lernen, welche Vorschriften und Gesetze für ihr Unternehmen relevant sind, wie sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu motivieren, diese einzuhalten, und wie sie im Ernstfall angemessen mit Regelverletzungen umgehen", so Studiengangleiterin Martina Mittendorf.
Für die praxisnahe Vermittlung komplexer Sachverhalte hat die DUW einen Format-Mix aus Fernstudium und Präsenzseminaren etabliert. Teilnahme-Voraussetzungen sind ein Hochschulabschluss und mindestens ein Jahr Berufserfahrung oder eine gleichwertige Qualifikation. Der Studienstart ist ab Oktober jederzeit möglich. Für das Zertifikat werden vier Teilbeiträge à 890 Euro fällig.
Link: www.duw-berlin.de
Die European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin   Die European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin
Die Deutsche Lufthansa hat einen Lehrstuhl für Wettbewerb und Regulierung an der ESMT gestiftet. Inhaber des Lehrstuhls wird der Wissenschaftler Paul Heidhues. Der Deutsch-Amerikaner war zuvor Professor für Wirtschaftstheorie an der Universität Bonn. Sein Forschungsinteresse liegt in der Industrieökonomik, Wettbewerbsrecht, Verhaltensökonomie und der angewandten Spieltheorie. Er ist außerdem Mitglied des Arbeitskreises Kartellrecht des Bundeskartellamts.
Damit setzt die ESMT den Ausbau des Kompetenzschwerpunkts "Europäischer Wettbewerb" fort. Stefan Lauer, Vorstandsmitglied Deutschen Lufthansa und des Kuratoriums der ESMT Stiftung sagte, mit der Stiftung des Lehrstuhls wolle die Lufthansa die ESMT beim Ausbau ihres Programms zu den Themen Competition and Regulation fördern.
Links: www.esmt.org, www.lufthansa.com
Im November 2010 startet an der EBS im Zuge der Executive Education ein Kompaktstudium zum Thema Honorarberatung. Nach Angaben der Schule ist es das erste Weiterbildungsangebot auf Universitätsniveau zu diesem Thema in Deutschland.
Gefördert durch das Verbraucherschutzministerium soll Honorarberatung für mehr Transparenz in der Finanzberatung sorgen. Dem will die Schule mit ihrem Angebot Rechnung tragen: Neben der fachlichen Qualifikation sollen Kenntnisse zu rechtlichen, steuerlichen, ethischen und regulatorischen Fragen sowie zum erfolgreichen Aufbau eines auf Honoraren basierenden Beratungsansatzes vermittelt werden.
Das Kompaktstudium Honorarberatung umfasst eine Blockphase von 5 Präsenztagen, die an der EBS Business School in Oestrich-Winkel stattfindet. Es richtet sich an Berater und Vermittler, die bereits über ein beratungsprozessuales und fachspezifisches Know-How im Bereich Finanzdienstleistungen verfügen. Die Studiengebühren betragen 2250 Euro plus Mehrwertsteuer beziehungsweise 2100 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für Absolventen des Kontaktstudiums Finanzökonomie sowie für CFP und CFEP.
Link: www.ebs-finanzakademie.de/honorarberatung
  • FTD.de, 10.09.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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