Weniger Elitäres, mehr Chancengleichheit
Sarkozy will für mehr Chancengleichheit in der Gesellschaft sorgen. Dazu gehört auch, dass er das Hochschulsystem reformieren will, denn im Gegensatz zu den elitären Grandes Écoles sind die normalen Universitäten vergleichsweise knapp bei Kasse, überfüllt und bei Arbeitgebern weniger gut angesehen.
Während andere europäische Länder die Ausgaben für das Hochschulwesen senken, stockt Frankreich in diesem Bereich seine Investitionen um 1 Mrd. Euro jährlich auf. Auf diese Weise sollen die 83 Unis mehr Autonomie erlangen, größeren finanziellen Spielraum haben und besser bestimmen können, welches Personal und welche Studierende sie annehmen.
Gleichzeitig will Sarkozy erreichen, dass die Grandes Écoles ihr elitäres Image verlieren und auch Studierende aus ärmeren Verhältnissen aufnehmen. Bis zu 30 Prozent der Studienplätze sollen mit Vertretern unterer Gesellschaftsschichten belegt werden.
Vor der Eliteschule noch eine teure Vorbereitungszeit
Wer sich an einer Grande École einschreiben will, muss zunächst eine teure, zweijährige Vorbereitung machen, und auch in diese Kurse kommt nicht jeder rein. Für die normalen Unis reicht dagegen das Baccalauréat, das französische Abitur.