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27.02.2009, 12:00
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MBA:
Geldschätze heben fürs Studium
Ob Stiftung, Eliteklub, Bildungsfonds oder Business-Schule: Alle bieten Stipendien oder Kredite für Studenten an. Ihre Kriterien sind unterschiedlich. Die einen fördern Frauen, die anderen Toptalente.
von Bärbel Schwertfeger
Thomas Schwabengruber hat Glück gehabt. Eigentlich ging der 30-Jährige davon aus, dass er sein MBA-Studium an der SDA Bocconi School of Management in Mailand selbst finanzieren muss. Mit seinen Ersparnissen und der Unterstützung seiner Eltern hätte er die Studiengebühren in Höhe von 38.500 Euro plus die Lebenshaltungskosten auch zusammenbekommen.
Doch als Schwabengruber dann im Oktober das einjährige Studium begann, erhielt er - als besonders guter Kandidat - überraschend ein Vollstipendium von der Business-School. Ausschlaggebend dafür war nicht nur sein hoher Wert im GMAT (Graduate Management Admission Test), sondern auch seine internationale Berufserfahrung.
Die Suche nach einem Stipendium lohnt sich. Es gibt viele Organisationen und Unternehmen, die MBA-Studenten unterstützen. Die Palette reicht vom Rotary Club über Stiftungen und Veranstalter von MBA-Messen bis hin zu den Schulen. Es gibt grundsätzlich zwei Typen von Stipendien: Die einen basieren auf den nachweisbaren finanziellen Bedürfnissen des Antragstellers. Die anderen werden nach verschiedenen Kriterien wie Verdienst, Nationalität, Geschlecht, beruflicher Hintergrund oder Fähigkeiten vergeben. Die Kriterien werden dabei in der Regel von den Sponsoren festgelegt.
Großzügige UnterstützungBesonders großzügig waren bisher die US-Schulen. So gab es im vergangenen Jahr allein an der Darden School of Business an der University of Virginia 61 Vollstipendien für das zweijährige MBA-Studium. An der Columbia Business School und der Harvard Business School waren es jeweils 25. Dabei waren die meisten nicht einmal an besondere Voraussetzungen gebunden. Allerdings dürfte angesichts der Finanzkrise, die auch die Business-Schools und ihre Sponsoren hart getroffen hat, so manche Geldquelle inzwischen versiegt sein.
Aber auch europäische Schulen bieten Unterstützung. So listet die Topschule Insead über 50 Stipendien auf. Studenten aus dem Libanon oder aus Vietnam können ebenso in den Genuss einer Geldspritze kommen wie Belgier mit einem starken Bekenntnis zu ihrem Land oder Bewerber aus Non-Profit-Organisationen.
An der Topschule stehen jährlich über 2 Mio. Euro für die mehr als 900 Studenten (Studiengebühren: 50.000 Euro) zur Verfügung. Etwa jeder Fünfte bekommt finanzielle Hilfe. Durchschnittlich sind es 12.000 Euro, wobei die Summe von 10.000 bis 40.000 Euro reicht.
Die zehn besten Schulen
Besondere Chancen für FrauenSehr spezielle Angebote gibt es auch an der Esade Business School in Barcelona. MBA-Interessenten mit Marketingerfahrung können sich etwa für das "Global Marketing Leadership Scholarship" bewerben. Für Kandidaten, die eine neue Perspektive in die Geschäftswelt einbringen, gibt es ebenso Geld wie für Deutsche.
Wer an der Copenhagen Business School studiert, kann als Deutscher sogar in den Genuss einer staatlichen Finanzspritze kommen. Zudem beteiligt sich die dänische Schule als eine von sieben Business-Schools an dem Stipendienprogramm des Karrierenetzwerks E-Fellows. Hier gibt es neun Stipendien in Höhe von über 125.000 Euro.
Besonders gute Chancen haben Frauen. Zahlreiche Schulen haben spezielle Stipendien für angehende Managerinnen. Die amerikanische Forté Foundation hat sogar mehr als 23 Mio. $ von ihren Sponsoren gesammelt, um MBA-Kandidatinnen zu unterstützen. Auch die Strategieberatung Booz Allen Hamilton fördert Frauen und schreibt halbjährlich vier Stipendien aus. Bewerben können sich Studentinnen, die bereits an einer führenden Business-School in Europa oder den USA zugelassen wurden.
Teil 2: Finanzielle Probleme lösen
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FTD.de, 27.02.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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