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24.04.2010, 12:00
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MBA-Studium:
Indien stärkt sein Hochschulwesen
Welten liegen zwischen den überfüllten Straßen Mumbais und den lichten Alleen Torontos. Doch eines haben beide Städte gemeinsam: Sie sind Finanzmetropolen. Und jetzt verbindet sie auch ein Studienmodell.
von Amy Yee
Zur Ausrichtung der Städte passend bietet die Schulich School of Business, Teil der York University in Toronto, nun einen zweijährigen MBA-Kurs an, bei dem das erste Jahr in Indien und das zweite in Kanada studiert wird.
Partner in Mumbai ist das SP Jain Institute of Management and Research. Mit seiner sehr jungen Bevölkerung, der boomenden Wirtschaft und dem hohen Bedarf an gut ausgebildeten Akademikern ist Indien ein vielversprechender Bildungsmarkt.
Kooperiert bereits mit anderen Hochschulen: das Indian Institute of Management Bangalore
Austauschprogramme und Kooperationen zwischen indischen und ausländischen Hochschulen und Business Schools gibt es zwar jede Menge, aber keinen Campus einer ausländischen Uni in Indien. Auch Programme wie das von Schulich, bei dem eine ausländische Einrichtung in Zusammenarbeit mit einer indischen Schule einen Abschluss anbietet, existieren nur eine Handvoll.
Streng regulierter Bildungsmarkt
Laut indischem Gesetz dürfen höhere Bildungseinrichtungen direkte Investitionen aus dem Ausland annehmen, aber internationale Universitäten dürfen keinen Campus in Indien gründen. Darüber hinaus wirken ein hohes Maß an Regulierung sowie strenge Auflagen bei Schulgeld, Gehältern und Lehrplänen abschreckend.
Das könnte sich möglicherweise schon diesen Monat ändern, wenn ausländischen Bildungseinrichtungen per Gesetz der indische Markt geöffnet werden soll. Ein entsprechender Vorschlag soll im April dem Parlament vorgelegt werden.
Kein Ansturm erwartet
Erhoffen sich einige neuen Schwung für Indiens Markt für Hochschulbildung, sind andere Beobachter skeptischer. Wegen ungeklärter Fragen zur Akkreditierung, Regulierung und zu Qualitätsstandards werden ausländische Universitäten auch nach einer Öffnung nicht gleich in Scharen nach Indien strömen, sagen die Zweifler. Einige Kritiker sagen auch, der Einfluss der ausländischen Unis sei begrenzt. Indien täte deshalb besser daran, die eigenen Institutionen zu stärken.
"Ausländische Bildungsanbieter wären schlichtweg nicht imstande, spürbar Einfluss auf die nationalen Bedürfnisse zu nehmen", sagt Karan Khemba vom auf Bildung spezialisierten Beraterunternehmen Parthenon Group. "Indien benötigt zwischen 1,5 und 2 Millionen neue Studienplätze pro Jahr. In den vergangenen drei Jahren waren es 1,1 Millionen jährlich."
Teil 2: Schulich spekuliert auf den indischen Markt.
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