FTD.de » Management + Karriere » Karriere » Neues von den Unis

Merken   Drucken   25.06.2009, 15:00 Schriftgröße: AAA

MBA und Co.: Neues von den Unis

Die Hochschulen versuchen, in Zeiten der Krise mit lukrativen Weiterbildungen und Managementkursen zu punkten. Auch wenn derzeit wenige Top-Jobs vergeben werden, können sich Führungskräfte auf jeden Fall top qualifizieren, ist ihr Argument. von Sabine Meinert
Die französische Business Schule ESSEC startet im September 2009 ein Advanced Master Programm namens “Financial Engineering Asia”. Das Programm, das Finanztechniken näher bringen soll, wurde zusammen mit Chartered Financial Analyst Institute (CFA) entwickelt.
Der Studiengang wurde speziell entworfen, um Mitarbeitern internationaler Banken und asiatischer Finanzinstitutionen eine Weiterbildungsmöglichkeit zu bieten. Als Tribut an die aktuelle Krise liegt ein besonderer Fokus auf Risikomanagement. Außerdem sollen in Spezialkursen Kenntnisse beispielsweise in Portfolio-Management, Finanzökonomie und -ökonometrie sowie auf den Themenfeldern Derivatemarkt und Strukturierte Produkte vermittelt werden.
Das ESSEC-Gebäude   Das ESSEC-Gebäude
Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein Masterabschluss. Unterrichtet wird ausschließlich in Englisch – und zwar an den Campusstandorten in Frankreich und in Singapur. Die ESSEC offeriert insgesamt 19 Master-Abschlüsse – als Teilzeit- oder Vollzeitstudium. Desweiteren können Führungskräfte aus 25 weiterführenden Studienprogrammen wählen.
Link: www.essec.edu
Die University of Chicago Booth School of Business, wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der University of Chicago, will ihren Executive MBA-Studiengang erweitern. Das neue Lehrprogramm enthält mehr Pflichtkurse, verstärkt sein Angebot an Unternehmensführung und gibt den Studenten die Möglichkeit, Schwerpunkte in Finanzwesen, Marketing oder Strategie zu belegen.
Der jeweilige Schwerpunkt wird als einwöchiges Intensivprogramm, im Anschluss an das allgemeine EMBA-Studium gelehrt. „Das bedeutet zwar zusätzliche Unterrichtszeit, doch der Einsatz lohnen sich“, wirbt Bill Kooser, auβerordentlicher Dekan des Executive MBA-Programms, für die Spezialisierungen: „Die Möglichkeit, das Wahlfach zu vertiefen wird für einige Studenten von enormen Nutzen sein. Es ist uns wichtig, den Studenten die Wahl zu lassen, entweder ein zusätzliches Schwerpunktprogramm zu belegen oder das Studium nach dem herkömmlichen Lehrplan durchzuführen.“
Die Chicago Booth gründete den ersten Executive MBA-Studiengang weltweit und besitzt – ebenfalls als Erste - drei permanente Fakultäten auf drei Kontinenten. Die US-amerikanische Business School zählt derzeit allein 270 Studenten im EMBA-Studiengang in Chicago, London und Singapur.
Link: http://www.chicagogsb.edu
Die Wilhelm Büchner Hochschule in Pfungstadt bietet seit diesem Semester einen neuen berufsbegleitenden interdisziplinären Masterstudiengang in Wirtschaftsinformatik an. Der Fernstudiengang an der privaten Hochschule soll nach vier Semestern mit dem Master of Science abgeschlossen werden. Zulassungsvoraussetzung ist ein Hochschulabschluss in Informatik.
Studenten während einer Universitäts-Vorlesung   Studenten während einer Universitäts-Vorlesung
Hochschulmanager Thomas Kirchenkamp: „Durch den international anerkannten Masterabschluss eröffnen sich unseren Studierenden attraktive und verantwortungsvolle berufliche Laufbahnen im nationalen wie internationalen Umfeld und in unterschiedlichsten Bereichen wie in der Industrie, im öffentlichen Dienst oder auch in Banken und Versicherungen. Der Abschluss eröffnet zudem auch Karrierewege in Wissenschaft und Forschung.“ Der Studiengang fasst sowohl technisches als auch Businesswissen zusammen, wobei nach Angaben der Schule den Managementkompetenzen und der interkulturellen Kompetenz besondere Bedeutung zukommt.
Im Mittelpunkt des ersten Semesters stehen allgemeine Kompetenzen wie Informations- und Wissensmanagement oder Wirtschaftspolitik. Dem folgen fachbezogene Themen wie z. B. Softwarearchitektur und Managementtechniken. Später können einzelne Angebote zu den Themenfeldern Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Medien, E-Business, Logistik und Marketing ausgewählt und in konkreten Projekten angewandt werden.
Der Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik im Überblick
Abschluss Master of Science (M. Sc.)
Allgemeine Kompetenzen - Informations- und Wissensmanagement
  - Finanzwirtschaftliche Entscheidungsgrundlagen
  - Wertschöpfungsmanagement und Prozessmodellierung
  - Makroökonomie, Wirtschaftspolitik
  - Quantitative Methoden der Wirtschaftsinformatik
Schlüsselkompetenzen Fachübergreifende Inhalte:
  - Interkulturelle Kompetenz
  - Managementtechniken
  - Methoden wissenschaftlichen Arbeitens
  Fachbezogene Inhalte:
  - Softwarearchitektur
  - ERP und Business Intelligence
Wahlpflichtbereich, Module - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
  - Mediennutzung und -gestaltung
  - Medienwirtschaft und -management
  - E-Business
  - Marketingmanagement
  - Logistikmanagement
Wilhelm Büchner Hochschule, 2009
 
Link: www.wb-fernstudium.de
Die Rotterdam School of Management der Erasmus University und der Lehrstuhl für Sprache und Kultur Chinas der Leiden University bieten gemeinsam ein neues Masterprogramm in Chinese Economy and Business an. Das einjährige Programm startet im September 2009. Ziel des Programms ist es, den Absolventen Führungsqualitäten und solide Kenntnisse der chinesischen Wirtschaft und Kultur zu vermitteln. Hintergrund ist der akademischen Direktorin des Programms Barbara Krug zufolge: „Derzeit ist China direkt für 20 bis 25 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums verantwortlich. Aufgrund der globalen Rezession wird dieser Anteil voraussichtlich auf 30 Prozent ansteigen. Dies hat zur Folge, dass chinesische Unternehmen immer wählerischer bei der Auswahl ihrer Geschäftspartner werden, wobei Partnern, die über landesspezifische Kenntnisse und ein solides Wirtschaftswissen verfügen, eher Vertrauen geschenkt wird.“
Axel Schneider, Direktor des Modern East Asia Research Centre: „Unsere Studenten werden in chinesischer Mikro- und Makroökonomie, Geschäftskultur und regionaler Wirtschaft ausgebildet und verfügen über politisches und kulturelles Hintergrundwissen. Zu Forschungszwecken verbringen die Studierenden einige Zeit in China und haben dort die Gelegenheit im Rahmen eines Praktikums ihr theoretisches Wissen anzuwenden.“
Links: www.rsm.nl/mscba/cheb, www.masters.leidenuniv.nl
Tuck School of Business, Dartmouth   Tuck School of Business, Dartmouth
Im amerikanischen Dartmouth verbinden die Tuck School of Business und die Thayer School of Engineering Ingenieurwissenschaften und MBA-Themen in einem Programm: Der Master of Engineering Management (MEM) bereitet die Teilnehmer auf eine leitende Position in der Industrie vor, direkt an der Schnittstelle zwischen Technik und Management.
In Zeiten immer schneller wechselnder Technologien und eines enormen allgemeinen Wissenszuwachses bieten die beiden Schulen damit Firmen die Chance, Personal mit technischem Verständnis zu finden, das erfolgreich managen kann. Die Absolventen werden Ingenieure sein, die das Geschäft der Technologie verstehen, ist sich Robert Graves, Professor an beiden Schulen sicher. Auffällig ist: Die MEM-Studenten ist üblicherweise deutlich jünger als ihre MBA-Kollegen. Im Schnitt sind sie erst 23 Jahre alt – rund fünf Jahre jünger als die MBA-Studenten an der Tuck.
Das Studium dauert 15 Monate, inklusive eines Unternehmenspraktikums in den Sommermonaten (10 bis 12 Wochen). Ähnliche Programme werden auch an den US-Universitäten Cornell, Duke, Stanford und der Northwestern University angeboten.
Link: http://engineering.dartmouth.edu/graduate/mem/index.html
An der Freien Universität Berlin Führungskräfte berufsbegleitend das einjährige Masterprogramm "Executive Master of Business Marketing" (ExecMBM) absolvieren. Vermittelt werden neben Marketing- und Vertriebswissen Grundlagen in Controlling, Strategie und Management.
Besonderen Wert legt das Programm nach Angaben der Initiatoren auf Praxisnähe. Innerhalb des einjährigen berufsbegleitenden Studiengangs werden beispielsweise anhand von Praxisfallstudien reale Marktsituationen analysiert und konkrete Lösungskonzepte erarbeitet. Die Schule wirbt außerdem mit Vorträgen von renommierten Marketing- und Vertriebs-Entscheidern aus unterschiedlichen Branchen wie Telekommunikation, Chemie, Werbewirtschaft oder Software.
Entscheider und Führungskräftenachwuchs mit abgeschlossenem Hochschulstudium und mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen können sich um die Teilnahme bewerben. Die Studiengebühren betragen 10.000 Euro. Abgeschlossen wird mit dem international anerkannten Universitätsgrad "Master of Business Marketing (MBM)".
Link: www.fu-Berlin.de
Die Reims Management School (RMS) startet im Herbst einen Master of Science in Finance & Commercial Banking in englischer Sprache. Das Programm beinhaltet 405 Kursstunden in Vollzeit von Oktober 2009 bis März 2010, ein Firmenprojekt von vier bis sechs Monaten sowie eine Auslandsstudienreise. Der Masterstudiengang wurde als Antwort auf die aktuelle Finanzkrise entwickelt. Er will vor allem die Neuorganisation und Neuorientierung der Bankenindustrie und ihrer Kreditaktivitäten beleuchten.
Die RMS hat auch den Lehrstuhl Banken/Versicherungen der Bank Crédit Agricole du Nord Est in den neuen Master mit eingebunden. Zu den Modulen, die unterricht werden gehören: Ethical & Professional Standards, Financial Statement Analysis, Corporate Finance, Risk Management, Financial Reporting & Analysis. Bewerber müssen bereits ein erstes Bachelor- oder Masterstudium über mindestens vier Studienjahre abgeschlossen haben.
Die Reims Management School (RMS) bereitet auch auf die renommierte CFA-Prüfung für Finanzberufe vor.
Link: http://www.reims-ms.fr/index-en.html
  • FTD.de, 25.06.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
enable2start+Gründerszene
  • Neue Software: Die Orderbird-Kasse schwärmt aus

    Orderbird erweitert seine Kassen-App. Die neue Version verbindet alle Geräte eines Restaurants und fasst ihre Umsätze in einem einzigen Tagesbericht zusammen. Zur Belohnung fliegen die Gründer mit allen Mitarbeitern nach Portugal. mehr

  14.05. Wissenstest Kennen Sie Nordrhein-Westfalen?

NRW hat einen neuen Landtag gewählt. Das Land zwischen Rhein und Weser hat viele Eigen- und Besonderheiten. Was wissen Sie über das größte deutsche Bundesland?

Mit welchem Versprecher erlangte die WDR-Moderatorin Carmen Thomas zweifelhafte Berühmtheit?

Wissenstest: Kennen Sie Nordrhein-Westfalen?

Alle Tests

  24.05. Kopf des Tages Sergio Marchionne - Der Puzzlemeister
Kopf des Tages: Sergio Marchionne - Der Puzzlemeister

Der Fiat-Chef hat den kleinen Autokonzern durch die Fusion mit Chrysler vor dem Untergang gerettet. Doch das reicht nicht. Nun holt er auch noch Mazda dazu mehr

 



  •  
  • blättern
MANAGEMENT

mehr Management

GRÜNDUNG

mehr Gründung

RECHT + STEUERN

mehr Recht + Steuern

KARRIERE

mehr Karriere

BUSINESS ENGLISH

mehr Business English

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote