Spezialkenntnisse, zum Beispiel zu Software, sollten künftig auch in der Bewerbung für ein MBA-Programm erwähnt werden
Zusatzwissen erwähnen
Für MBA-Bewerber ist es wichtig zu verstehen, dass viele Schulen jetzt stärker auf den Rat ihrer Karriere-Experten vertrauen. Aus Sicht der Bewerber mag ihr kritischer Blick die ganze Aufnahmeprozedur noch komplizierter machen, aber der neue Fokus auf die Wünsche der Arbeitgeber kann auch eine Chance sein. Wer also gerade nach einem Studienplatz sucht, sollte sich überlegen, auch Informationen in die Bewerbung zu schreiben, die sonst in einem akademischen Papier nicht viel zu suchen haben. Beispielsweise Kenntnisse in einer bestimmten branchenrelevanten Software - bei den derzeit knappen Weiterbildungsbudgets der Industrie ist es schließlich nützlich, wenn auch ein Einsteiger gleich voll durchstarten kann.
Das Interview sollte wie ein typisches Bewerbungsgespräch geführt werden, sowohl vom Auftreten her als auch im Hinblick auf die Kleidung. Und auch die Referenzschreiben sollten vor allem die Beschäftigungsfähigkeit des MBA-Anwärters herausstellen.
Kritiker: Nur kurzfristige Erfolge anvisiert
Die starke Betonung der beruflichen Einsatzfähigkeit bei der Zulassung, ruft allerdings auch Kritiker auf den Plan. Rich Leimsider, Direktor des Centre for Business Education am Aspen Institute, sieht darin einen generellen Trend bei den Business Schools, sich mehr auf kurzfristige Resultate zu konzentrieren als auf einen übergeordneten Anspruch. "Eine medizinische Fakultät sagt ja auch nicht, es sei ihr höchstes Ziel, dass ihre Absolventen möglichst viel Geld verdienen", sagt Leimsider. "Ich wünschte, wir könnten das auch von den Business Schools behaupten."