Johanna Scheuermann erforscht die molekularen Grundlagen von Alzheimer
"Obwohl ich noch viele andere Interessen hatte, habe ich die Begeisterung für Naturwissenschaften behalten. Daher habe ich mich für biologische Forschung entschieden, als wir in unserem Abiturjahr die obligatorische Facharbeit zu absolvieren hatten. Ich habe in einem Labor gearbeitet, in dem Osteoporoseforschung betrieben wurde, und lernte, wie man Knochen- und Gewebezellen unter dem Mikroskop charakterisiert. Mit dieser Arbeit habe ich am "Jugend forscht"-Wettbewerb teilgenommen und sehr unerwartet zwei Preise gewonnen", berichtet die junge Wissenschaftlerin.
Die Motivation durch den Preis war so groß, dass sie ihr Studium darauf ausrichtete und heute forscht, um den Menschen zu helfen. Für das Projekt SET-Routes wirbt Johanna Scheuermann inzwischen auch in Schulen dafür, dass Mädchen es ihr nachtun. "Ich mag meine Arbeit sehr, weil sie sehr frei, eigenverantwortlich, und geistig fordernd ist. Als Wissenschaftler passiert es einem schnell, dass das gegenwärtige Projekt gewissermaßen ein Teil von einem selber wird - das kann natürlich anstrengend sein, aber auch sehr erfüllend."
Wie es für technisch oder naturwissenschaftlich begabte Studentinnen weitergeht, versucht SET-Routes mit den so genannten Uni-Botschaftern zu zeigen. Gestandene Forscherinnen informieren ihre potenziellen Nachfolgerinnen darüber, was nach dem Examen auf sie zukommt. Die Botschafterinnen teilen ihre Erfahrungen mit dem Nachwuchs und versuchen so, Mut zu machen, auch ungewöhnliche Berufskarrieren ins Visier zu nehmen.