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Merken   Drucken   20.07.2005, 15:20 Schriftgröße: AAA

Nebenberuflich Master werden in digitaler Kommunikation  

Wer sich für eine Führungsposition im Marketing oder der Unternehmenskommunikation qualifizieren will, kann ab Herbst einen berufsbegleitenden Masterstudiengang mit Fokus digitale Kommunikation absolvieren. Im Baukasten-System kann die Weiterbildung je nach Bedarf zusammengestellt werden. von Sabine Meinert
Die Schwerpunkte des Studiums "Leadership in Digitaler Kommunikation" an der Universität der Künste Berlin (UdK) liegen nicht nur auf Kommunikation und Management im digitalen Bereich, auch Gestaltung in Wort und Bild sowie Führungsqualifikation spielen eine wichtige Rolle. Um Manager darin fit zu machen, hat sich das Institute of Electronic Business (IEB) der Universität der Künste mit der Universität St. Gallen zusammengetan.
"Unternehmerischer Erfolg wird im digitalen Zeitalter durch drei Faktoren bestimmt: Die Entwicklung überzeugender Produkte, die effiziente Nutzung und Entwicklung neuer Kommunikationswege und nicht zuletzt die Führung von Mitarbeitern in Netzwerkstrukturen", begründet Thomas Schildhauer, Direktor des IEB den Ansatz. Dabei gehe es nicht um Grundlagenwissen, sondern um die Vertiefung beruflicher Erfahrungen.
Einzeln zu buchende Module
Die zu vermittelnden technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und methodischen Kenntnisse sind in zwölf Module unterteilt, die innerhalb von 18 Monaten alle einzeln gebucht werden können. Nutzerpsychologie, Trend- und Marktforschung, Kreativitätstechniken und die Wahrnehmung kultureller Kompetenzen sind nur einige Themen, die zu Beginn des Studiengangs behandelt werden. Fallstudien sollen jeden einzelnen Schwerpunkt ergänzen.
Im zweiten Semester geht es auch um Kommunikation im internationalen Kontext, um die Gestaltung von Designprozessen und Trends bei digitalen Produkten. In dieser Phase der Ausbildung soll zudem das erlernte methodische Wissen in eigenen Projekten angewandt werden.
Seminare und Vorlesungen in Berlin und der Schweiz
Später stehen Management- und Führungsqualitäten im Vordergrund: So geht es um Veränderungs- und strategisches Management, die Bildung von Netzwerken sowie Organisationspsychologie. Die Mehrzahl der Studienveranstaltungen findet in Berlin statt, der Rest in der Schweiz.
Der Zeitaufwand hängt vom Thema der Lehrveranstaltung ab. Ein Teil der Module erfordert zwei Wochen Anwesenheit am Stück. Ein Großteil der Lerninhalte wird jedoch in bis zu vier Wochenendseminaren je Einheit vermittelt, verteilt auf einen Zeitraum von sechs Wochen. Abhängig vom Studienfortschritt sollen auch Online-Angebote genutzt werden. Für das Fernstudium in der vorlesungsfreien Zeit sind laut Studienplan etwa 20 Stunden wöchentlich einzuplanen.
Mitarbeiter zu Impulsgebern machen
Die Teilnehmer des Studiengangs sollen in ihren Firmen zu Impulsgebern werden, so das erklärte Ziel der zwei Universitäten. Das kostet die Qualifizierungswilligen 1500 Euro pro Modul, insgesamt also 18.000 Euro.
Mehr Informationen unter www.ieb.net oder beim "Digitalen Sommer" im Rahmen der Sommeruniversität der Universität der Künste Berlin vom 25. bis 29. Juli, wo die Studienleiter die Lehrinhalte vorstellen.

Das Institute of Electronic Business (IEB) wurde im März 1999 in Berlin auf Initiative von Unternehmen und Wissenschaftlern an der Universität der Künste (UdK) ins Leben gerufen. Es unterstützt die Entwicklung der Informationsgesellschaft und gestaltet so die Zukunft des Electronic Business. Der Masterstudiengang "Leadership in Digitaler Kommunikation" wird in Kooperation mit der Universität St. Gallen angeboten.

  • FTD.de, 20.07.2005
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